Armut nimmt im Bezirk zu!

Bearbeiten monatlich 420 Anträge auf Mindestsicherung: Dietmar Koplenig, Elisabeth Haßlacher und Sabine Rosenfelder (von links)
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Plus bei Kunden des Sozialmarktes, Plus bei Auszahlung der Mindestsicherung: Die Armut nimmt zu.

Seit ziemlich genau zehn Jahren – seit 4. Jänner 2002 – gibt es in Spittal den Sozialmarkt, der es Menschen mit geringem Einkommen ermöglicht, deutlich günstiger als in „normalen“ Lebensmittelgeschäften einzukaufen (siehe Infobox unten). 602 Personen sind derzeit berechtigt, dort einzukaufen. „Allein im letzten Jahr sind über 100 Personen dazugekommen. In Spittal ist der Zuwachs sehr stark“, informiert Liselotte Suette, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende. Auch wird das Geschäft als Kommunikationszentrum genützt: „Viele kommen auch hin, um mit jemandem zu reden oder sich Auskünfte zu holen.“ Den Klientenanstieg erklärt Suette so: „Man merkt die verstärkte Arbeitslosigkeit. Die Sozialmärkte sind Spiegelbild der Gesellschaft. Wie es da ausschaut, kann man bei uns sehen.“

Plus bei Mindestsicherung
Das merkt man auch am Sozialamt der BH Spittal. Dietmar Koplenig, Bereichsleiter „Soziales, Jugend und Familie“: „2010 wurden 950.000 Euro an Mindestsicherung ausgezahlt, 2011 ist der Betrag auf 983.000 Euro gestiegen.“ Ein Teil der Erhöhung lässt sich auf eine Gesetzesänderung zurückführen: „Wir melden die Leute jetzt bei der GKK an, früher haben wir nur die Leistung bezahlt.“
Aber: „Den wesentlichen Teil macht die Entwicklung der sozialen Situation, mehr Arbeitslosigkeit und dergleichen, aus.“ 420 Anträge werden monatlich bearbeitet.

Zur Sache - Zahlen, Daten, Fakten:
Diese Einkommensgrenzen gelten für einen Einkauf im Sozialmarkt: Einzeleinkommen bis 800 Euro netto; Ehepaare bis 1.200 Euro netto; je Kind plus 90 Euro.

Vorzulegen sind: Verdienstnachweis, Meldezettel und Lichtbildausweis. Dann ist ein Einkauf pro Woche um maximal 30 Euro möglich.

Mithelfen: „Hat ein Geschäft eine Überproduktion, sind wir ganz dankbare Abnehmer“, so Suette. Melden kann man sich unter 0676/84 24 14 103.

Sponsoren: Unterstützt wird das Angebot von Land und AMS. Die Stadt Spittal zahlt die Einrichtung (Miete, Versicherung). Voriges Jahr betrug der Aufwand 5.259 Euro. Eine vierteljährliche Subvention von 300 Euro kommt dazu.

Die Mindestsicherung beträgt derzeit 774 Euro für Alleinstehende. Sie wird allerdings immer individuell berechnet.

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Soma-
Mitarbeiterin
Marion Müller-Kirchhof, Sozialstadtrat Peter Neuwirth und Ex-Mitarbeiterin Gudrun
Altersberger

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