15.11.2016, 09:36 Uhr

Gailtaler Tänzer gewinnt World Championship

Christopher Woschitz alias ChrisCross hat sein Hobby zum Beruf gemacht (Foto: KK)

ChrisCross alias Christopher Woschitz macht sich in der weltweiten Tanzszene einen Namen.

PÖCKAU (aju). Der 22-jährige Christopher Woschitz stammt ursprünglich aus Pöckau. Von dort aus hat es ihn in die große, weite Welt verschlagen, wo er sich nun einen Namen als Tänzer unter dem Synonym "ChrisCross" macht.

Anfänge mit Jazz und Step

"Als Kind habe ich sehr viele Aktivitäten wie Tennis aber auch Schlagzeug spielen. Doch keines der Hobbys war auf lange Sicht das Richtige für mich. Als eine Tanzschule in Arnoldstein neu eröffnete wurde meine Mutter darauf aufmerksam und hat mich dort angemeldet", erklärt Woschitz. So kam er zum Jazz Tanz. Nach einem Jahr stellte er, nach anfänglicher Skepsis fest, dass ihm das Tanzen sehr gut gefiel. "Ob es die geistige und körperliche Herausforderung war, oder weil ich der einzige Junge unter den ganzen Mädels war kann ich heute nicht sagen. Was ich aber wusste ist, dass es mich erfüllte und ein super Ausgleich zum Alltag war", sagt Woschitz. Als sein Tanzlehrer schließlich eine VHS Kassette der größten Tanzveranstaltung der Welt dem Battle of the Year 2004 vorführte, war er von Hip Hop und Breakdance begeistert. "Ich hörte auf Jazz und Step zu tanzen und wechselte zu Hip Hop und Breakdance", sagt Woschitz.

Vom Weltmeister entdeckt

Bei der ersten Österreichischen Meisterschaft lernte ChrisCross dann seinen ehemaligen Mentor und damaligen amtierenden Weltmeister im B-Boying und Breakdance Patrick Grigo kennen. "Er erkannte mein Potenzial und nahm mich unter seine Fittiche. Durch unzählige Workshops, Seminare und Weiterbildungen bei Profis kreierte ich meinen eigenen Tanzstil", sagt Woschitz. Jahre später, nach vielen Auftritten und Meistertiteln, zog er schließlich nach Salzburg um dort seine Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Die größten Erfolge

"Der erste große Erfolg meiner Tanzkarriere war sicherlich der Showdance-Weltmeister in Hip Hop und B-Boying/Breakdance. Danach konnte ich mehrere Jahre hintereinander meinen Titel verteidigen und auch bei der Meisterschaft stark abräumen", sagt Woschitz. Am meisten beeindruckt war er vom Meisterschaftssieg in Los Angeles. Heuer gewann er sogar die Goldmedaille für Österreich an der World Championship of Performing Arts in der Kategorie Tanz. "Das ist sozusagen die Olympiade der Künstler aus aller Welt. Dort waren 68 Nationen vertreten", sagt Woschitz. Vor ein paar Wochen konnte er sich einen weiteren Kindheitstraum erfüllen. Zusammen mit Team Austria, die besten 20 B-Boys aus Österreich, konnte er sich in Zürich für das Battle of the Year World Final qualifizieren. Dort tanzten sie vor über 8.000 Zuschauern. "Es war unbeschreiblich und ich habe auf dieser Mega-Bühne zu stehen in vollen Zügen genossen", erklärt Woschitz.

Neue Herausforderungen

Da er nun in Sachen Showdance Meisterschaften schon fast alles erreicht hat, möchte er sich jetzt auch auf andere Genres konzentrieren. Unter anderem gehören dazu Battles oder Solo-Shows mit denen er auf nationalen und internationalen Bühnen auftreten möchte. Derzeit unterrichtet er noch 100 Schüler in vier verschiedenen Tanzschulen im Raum Salzburg. "Dazu kommen auch noch Workshops in ganz Österreich für die ich gebucht werde. Am Wochenenden bin ich immer unterwegs. Meistens weil ich als Showact für eine Veranstaltung eingeladen werde. Sozusagen lebe ich meinen Traum als selbstständiger Tänzer", sagt Woschitz. Doch auch die Heimat vergisst er nie. So auch auf seinen vielen Auslandsaufenthalten: "Zum Beispiel bei meiner Reise nach Japan, wo ich eingeladen wurde an der Tenri Universität auszubildende Bühnentänzer zu unterrichten. In dieser Zeit hatte ich schon Heimweh, weil ich einfach meine Familie, die mich schon immer unterstützte, vermisste."
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