22.11.2016, 07:00 Uhr

Sportschützen mit Tradition

(Foto: KK)

Im Oberen Mölltal ist das Sportschießen mit dem Luftgewehr in aller Munde.

WINKLERN (aju). Seit 1860 ist der Obermölltaler Schützenverein im sportlichen Einsatz. Beim diesjährigen 13. Maschinen Steiner Cup waren die Luftgewehrschützen aus dem Mölltal erfolgreich dabei und kämpften mit 24 internationalen Teams um den Sieg.

Lange Tradition

"Früher waren es die sogenannten Standschützen. Heute schießen wir hauptsächlich mit Luftgewehren und Luftpistolen", erklärt Rudolf Kerschbaumer, Bezirksoberschützenmeister. Ein Luftgewehr funktioniert dabei mit einer Pressluftflasche. "Der Antrieb erfolgt mit einer Art Tauchluft. Diese ist ähnlich derer in den Taucherflaschen. Mit einer Flasche Luft können circa 200 Patronen abgefeuert werden", sagt Kerschbaumer. Früher wurde dafür noch eine Metallfeder anstatt der Luftflasche benutzt.

Das Ziel im Auge

Geschossen wird mittlerweile nicht mehr auf Scheiben sondern auf elektronischen Zielständen. Ein Luftgewehr hat dabei ähnliche technische Vorraussetzungen wie ein echtes Gewehr nur in kleinerer Ausgabe. "Im Sommer wird draußen geschossen mit Kleinkalibern auf eine Länge von 50 Metern. Im Winter dann in der Halle auf eine kürzere Distanz", sagt Kerschbaumer. Bei einem Wettkampf mit dem Luftgewehr geht es darum, 40 Schuss in einer gewissen Zeit, möglichst punktebringend auf die Zielscheibe abzufeuern. "Wichtig ist mir aber zu sagen, dass dieses Schießen mit dem üblichen Schießen beim Gewehr relativ wenig zu tun hat. Es geht hier in erster Linie um die sportlichen Erfolge", erklärt Kerschbaumer.

Wettbewerb in Winklern

Der Obermölltaler Schützenverein besteht dabei aus 250 Mitgliedern. Davon sind 40 reine Sportschützen. Gemeinsam nehmen sie auch an Wettkämpfen teil. "Ab Jänner beginnt immer die Ausscheidung. Die zwölf besten Mannschaften pro Diszplin kommen ins Finale. Dieses wird bei uns in Winklern ausgetragen. So kommen Sportschützen von Südtirol, Udine, Salzburg, Tirol und Kärnten zu uns", erklärt Kerschbaumer. Der Finalbewerb findet einmal im Jahr statt.

Erfolgreich unterwegs

Nicht selten kommt es vor, dass bei diesen Wettbewerben auch Olympiateilnehmer dabei sind. So ist Kerschbaumers Schwiegersohn Wolfram Waibel Nationaltrainer der Österreichischen Nationalmannschaft im Luftgewehrsport. Außerdem hat Waibel auch Weltrekorde aufgestellt und zwei olympische Medaillen gewonnen. "Bei diesen Wettbewerben geht es oftmals um Millimeter. Da ist auch viel Glück dabei denn Talent und Können besitzen alle Schützen in dieser Klasse", erklärt Kerschbaumer. Auch seine Töchter waren sowohl bei der WM als auch bei der EM schon für Österreich dabei.
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