Kunst am St. Pöltner Bahnhof: ÖBB-"Lichtblick und Einblick" eröffnet

Aus Modellbauteilen für Eisenbahnen setzt Clemens Fürtler eine Skulptur zusammen, die einen endlosen, dreidimensionalen Loop über drei Stockwerke bildet.
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  • Aus Modellbauteilen für Eisenbahnen setzt Clemens Fürtler eine Skulptur zusammen, die einen endlosen, dreidimensionalen Loop über drei Stockwerke bildet.
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ST. PÖLTEN (red). Ab sofort werden die Bahnhöfe der ÖBB in ein anderes Licht gerückt; genauer gesagt erblicken an acht Hauptbahnhöfen, unter anderem auch in St. Pölten, individuelle Kunstwerke das Licht der Welt.
Von 23. November bis Ende Dezember erfreuen sich Bahnhofsgäste und Interessierte an Kunstinstallationen nationaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler. Die „Lichtblicke“ sollen inspirieren, zum Staunen anregen und neue Perspektiven eröffnen.

Kunstwerke sind Wohlfühlfaktor

Auf vielfältige Art und Weise thematisieren die Kunstprojekte 180 Jahre Eisenbahn: Beispielsweise übersetzt eine interaktive LED-Wand die Schatten der vorbeigehenden Passantinnen und Passanten in Lichtflächen. Lichtpunkte teilweise rotierender Skulpturen spiegeln sich hundertfach in den Glasfassaden, Strichmännchen aus Neonröhren tanzen spielend über das Dach des Bahnhofgebäudes oder Großbildprojektionen lassen die Betrachter auf poetische Weise in die Geschichte und Zukunft der Eisenbahn eintauchen.
Jede der acht künstlerischen Arbeiten ist mit einem anekdotenhaften Einblick in die Welt der Eisenbahn verbunden. Interessierte erhalten vor Ort oder auf infrastruktur.oebb.at Informationen rund um die jeweiligen „Lichtblicke“. Zusätzlich steigern die Kunstwerke den subjektiven Wohlfühlfaktor – sie werfen quasi „ein positives Licht auf den Bahnhof“.

180 Jahre Eisenbahn

„Seit mittlerweile 180 Jahren gestaltet die Eisenbahn das Erscheinungsbild Österreichs. Kaum ein anderes Unternehmen prägt das tägliche Leben der Österreicherinnen und Österreicher so wie wir“, erklärt Andreas Matthä, CEO ÖBB-Holdung. Die ÖBB bauen Infrastruktur für Generationen, bringen tagtäglich 1,3 Millionen Menschen sowie rund 300.000 Tonnen Güter umweltfreundlich an ihr Ziel und sind ein bedeutender Wirtschaftsmotor.  „Zu diesem Jubiläum bringen wir Licht IN und AUF unsere Bahnhöfe. Licht schafft eine inspirierende Atmosphäre und sorgt dafür, dass sich unsere Fahrgäste ein Stück wohler bei uns fühlen“, sagt Matthä weiter. Bis Ende des Jahres erzählen daher Künstler mit ihren leuchtenden Kunstwerken erhellende Geschichten aus der Welt der Bahn: Quer durchs Land wurden dazu acht Licht- und Kunstinstallationen – auch Lichtblicke genannt – an acht ausgewählten Bahnhöfen aufgebaut.

LICHTBLICK und Einblick St. Pölten Hauptbahnhof: „Geschwindigkeit“

Aus Modellbauteilen für Eisenbahnen setzt Clemens Fürtler eine Skulptur zusammen, die einen endlosen, dreidimensionalen Loop über drei Stockwerke bildet. Die Geometrie der Schienenbahnen und das feingliedrige Gestänge der verbindenden Trägerkonstruktion sind die zwei wesentlichen Grundbestandteile seiner Installation. Zur Bildmaschine lässt er sie durch fahrende Lokomotiven mit LED-Scheinwerfern werden. Sie werfen Schattenbilder ihrer Miniaturlandschaften an den umliegenden Wänden. Der Künstler hält diese schwarz-weißen Bilder als Foto, Film oder Gemälde fest.
Angetrieben vom Temporausch entwickelt sich die Technologie der Lokomotiven rasant. Benötigt im Jahre 1837 die Kaiser Ferdinand Nordbahn 21 Minuten für ihre erste, 13 km lange Teilstrecke von Floridsdorf nach Deutsch-Wagram mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, so rollt wenige Jahre später eine französische Dampflokomotive mit 100 km/h über die Schienen. Die leichteren Elektrolokomotiven erreichen Anfang des 20. Jahrhunderts bereits Geschwindigkeiten von über 200 km/h. Eine Ausnahmeerscheinung ist der 1929 entwickelte Schienenzeppelin, ein Versuchsfahrzeug zwischen Lokomotive und Flugzeug. Er schafft knapp über 230 km/h, eine Geschwindigkeit, die Railjets heute tagtäglich erreichen.

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