Landesgericht St.Pölten
Prozess um Reitstall-Einbrecher vertagt

Der Prozess wurde vertagt.
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Mit einer Schadenssumme von 325.780 Euro, die zwei Polen bei ihren Einbrüchen in Reitställe verursacht haben sollen, zeigten sich die beiden Verteidiger Daniela Anzböck-Ropposch und Stefano Alessandro nicht einverstanden. Ein Sachverständiger soll nun den tatsächlichen Wert der nahezu 300 gestohlenen Reitsattel und des diversen Zubehörs feststellen.

ST.PÖLTEN/TULLN (ip). „Unter einem Wert von 300.000 Euro beträgt der Strafrahmen sechs Monate bis drei Jahre Haft“, argumentierte Anzböck-Ropposch. Liegt der Schaden darüber, erhöht sich der Strafrahmen auf bis zu zehn Jahren. Der Wert der Beute beruhe auf Angaben der Geschädigten, die möglicherweise vom Neupreis ausgegangen seien, meinte Alessandro. Der Prozess am Landesgericht St. Pölten wurde daher auf unbestimmte Zeit vertagt.
Auf den Sachverständigen wartet somit ein Monsterprogramm, zumal die beiden Angeklagten ihre Beute in Polen und der Ukraine bereits zu Geld gemacht haben, das sie je zur Hälfte kassierten. Für ihre Tatorte in Österreich entschieden sie sich, nachdem der 46-jährige Angeklagte in Deutschland Einreiseverbot hat. Zahlreiche Vorstrafen in ganz Europa dokumentieren seine großen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem hohen Wert von Sätteln und gemeinsam mit dem ebenfalls vorbestraften 43-jährigen Komplizen hielten sie im Internet Ausschau nach geeigneten Objekten in Österreich.

Einbrüche

Ihr Beutezug führte sie am 3. Oktober 2019 nach Hart (St. Pölten), wo sie aus der aufgebrochenen Sattelkammer 21 Reitsättel stahlen. Auch am 6. November transportierten sie mit einem zuvor gemieteten Fahrzeug 23 Sättel aus einem Reitstall in Tulln ab. Neben Einbrüchen in Wien, Kronberg, Kammern, Stetten und Rohrendorf drangen sie Anfang Jänner abermals in Hart ein und erbeuteten 14 Sättel und Zubehör. Warum sie bei einem ihrer Coups in Wien ihre bereitgelegte Beute nicht abtransportierten, ist noch nicht geklärt, am 28. Jänner in Tulln gelang es ihnen jedenfalls erst gar nicht, die Sattelkammer aufzubrechen.

Zu den Einbrüchen an sich zeigten sich die beiden Polen geständig, hinterfragten jedoch den Wert der Sättel, der von den Besitzern mit bis zu 5.000 Euro angegeben wurde. Sie selbst sollen laut Anklage für zehn bis 30 Sättel zwischen 5.000 und 10.000 Euro bekommen haben.

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