22 Millionen für Taggenbrunn

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Jacques Lemans-Chef nennt seine Pläne: Rund um die Burgruine Taggenbrunn sollen Weingarten, Museum, Gastronomie, Wildtiergehege und Wald-Lehrpfad entstehen.

ST. VEIT. Die Burgruine Taggenbrunn in Privatbesitz - was bleibt dann für die Öffentlichkeit? "Alles", sagen Andrea und Alfred Riedl: "Die gesamte Anlage soll öffentlich zugänglich sein. Die Pläne, die wir für die Ruine und den Burgberg haben, sind darauf ausgelegt, dass möglichst viele Besucher kommen." Und diese Pläne sind umfangreiche: Taggenbrunn soll in den nächsten Jahren zu einem Ausflugsziel werden, das weit über die Grenzen Kärntens hinaus bekannt ist.

Herzstück wird natürlich der Weinbau sein. "Auf allen gerodeten Flächen wird Wein angebaut", sagt Alfred Riedl. Das erkläre auch die Baggerarbeiten: Derzeit wird die oberste Erdschicht abgetragen, dann wird der Boden mit Schotter versetzt und wieder zugeschüttet - die Voraussetzungen, dass die Weinreben gut anwurzeln können. Am Weingut "Chateau Taggenbrunn" soll auf einer Fläche von 20 Hektar Wein angebaut werden. Zusammen mit dem privaten Weingut der Riedls ergibt das eine Fläche von 40 Hektar.

Mit dem Weinanbau allein ist die Sache aber noch nicht getan. "Deswegen wird niemand zur Burgruine kommen", sagt Alfred Riedl. "Wir wollen ein Ausflugsziel schaffen, das bei den Besuchern eine lange bleibende Erinnerung hinterlässt", ergänzt Andrea Riedl.
Auf der Ruine selbst ist ein Museum geplant: Es soll sich einerseits um die Geschichte der Burg drehen, andererseits sollen ausgewählte Jacques Lemans-Uhren gezeigt werden. In den alten Mauern soll außerdem noch ein Heuriger untergebracht werden. Weiter unten, bei den alten Stallgebäuden, ist ein Schau-Weinkeller und ein zweites Lokal geplant. Ein Wildtiergehege und ein Wald-Lehrpfad sollen dem Ausflugsziel den letzten Schliff verleihen.

Bis zur Fertigstellung rechnet Alfred Riedl mit Kosten in der Höhe von rund 22 Millionen Euro. Zwischen 20 und 30 Arbeitsplätze sollen rund um die Ruine Taggenbrunn geschaffen werden, "wenn es gut läuft können es aber gut und gerne doppelt so viel sein", sagt Alfred Riedl. Das Weingut soll auch Gäste aus Slowenien, Norditalien und aus der Steiermark in die Region locken: "Das Paket, das wir anbieten, wird einzigartig sein", so Riedl.

ZEITPLAN
Was den Zeitplan angeht, so wird heuer der Boden für den Weinanbau hergerichtet, nächsten April sollen die Weinstöcke angepflanzt werden. Im Laufe des nächsten Jahres soll der Schau-Weinkeller und die Gastronomie am Fuße des Berges fertig sein. Ein Jahr darauf soll die Burgruine fertig ausgebaut sein. Nach dem Einpflanzen benötigt der Wein drei Jahre, bis er die ersten Früchte trägt. Nach fünf bis sechs Jahren kann aus den Trauben der erste Wein gekeltert werden.

INFO
Vor 17 Jahren wurden auf Alfred Riedls Privatgrund die ersten Weinreben angesetzt - damals betrug die Anbaufläche einen halben Hektar. Schritt für Schritt kamen neue Pflanzen hinzu: Heute umfasst der Weingarten eine Fläche von 20 Hektar. Mit dem neuen Weingarten bei der Burgruine Taggenbrunn wird sich diese Fläche verdoppeln. Hauptsächlich angebaut werden die Sorten Sauvignon Blanc, Chardonnay, Muskateller und Zweigelt. Sobald die Weine von Chateau Taggenbrunn fertig sind, sollen sie professionell vermarktet werden - sowohl in Kärnten als auch österreichweit und in späterer Folge auch im Ausland.

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