Burnout
Marcus Petek: "Körper ließ mich keine Musik mehr machen"

Nur mit Gitarre und seiner Stimme ist Marcus Petek als Profimusiker bekannt geworden. Nach einem Burnout tritt er wieder auf
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Der St. Veiter Musiker Marcus Petek tritt im Dezember nach drei Jahren krankheitsbedingter Pause wieder auf. In der WOCHE spricht er erstmals öffentlich über sein Burnout und gibt Einblicke in sein musikalisches Leben.

ST. VEIT (stp). "Mein Körper ließ mich keine Musik mehr machen. Ich konnte nicht mehr auftreten und auch in meinem eigenen Tonstudio hatte ich keine Kraft mehr zu musizieren", sagt Marcus Petek. Der bekannte St. Veiter Musiker, der in seinen 30 Jahren als Berufsmusiker fast 15 CDs produzierte, erkrankte vor drei Jahren an Burnout. Seitdem war er auch von der musikalischen Bildfläche verschwunden - bis heute.

"Freude ist im Herzen geblieben"

Denn am 1. Dezember gibt er nach langer Pause im Steyrerhof in St. Veit wieder ein Konzert. "In kleinem Rahmen", fügt er hinzu. Denn: Zu viel Stress mache ihm auch heute noch zu schaffen. In kleinen Schritten wolle er sich wieder herantasten. "Ich fühle mich immer besser. Meine Freude für Musik und Kunst ist immer in meinem Herzen geblieben. Diese will ich jetzt wieder ausleben", sagt der 55-jährige, der keinen Druck mehr verspürt: "Ich muss nicht mehr, kann jetzt das machen was ich will und was mir Spaß macht."

9/11 verhinderte wohl den Erfolg

Seinen größten Auftritt hatte er im amerikanischen Nashville (Tennessee) vor rund 30.000 Leuten. Eine Single hätte ihm 2001 fast den großen Durchbruch in den USA ermöglicht, erzählt er 17 Jahre später: "Der Song sollte damals im Oktober in 600 Radiostationen in den USA regelmäßig gespielt werden. Dann kamen die Terroranschläge am 11. September und es wurde bis Jahresende keine Musik mehr gespielt." Ein einziger Sende hatte den Son von Petek schon seit 1. September gespielt, verrät der Musiker. "Alleine in den 10 Tagen wurden 2.500 CDs verkauft." 

Kleine musikalische Schritt

Vom großen Erfolg spricht Petek heute nicht mehr. "Ich will gesund werden und bleiben", betont er. Und: "Musikalisch will ich kleine Schritte machen und wieder belastbarer werden, mehr auftreten und vielleicht noch einmal etwas mit anderen Musikern auf die Beine stellen." Ein weiteres eigens produziertes Album wird es wohl nicht mehr geben. Der Aufwand und die Belastung sei zu groß. Auch die Entwicklungen in der Musikindustrie machen es dem Künstler nicht leichter. "Es findet kein CD-Verkauf mehr statt, alles gibt es gratis im Internet. Als Berufsmusiker bekommst du davon nichts. Es braucht strengere Gesetze und Richtlinien", sagt er.

Chanson statt Austropop

Wer Petek bei einem seiner kommenden Live-Auftritte zuhört wird auch neue Kompositionen hören. Auch stilmäßig wolle der 55-jährige weg vom klassischen Austropop und mehr in der Chanson-, Jazz- und Blues-Richtung spielen. Die Inspiration für seine Lieder nimmt Petek aus dem Leben. Die meisten Texte basieren auf realen Ereignissen oder Emotionen, einiges ist auch fiktiv. Auch seine Burnout-Zeit hat er in seinem neuen Song "Burned Out" festgehalten. "Das Burnout war viel mit Frustration und Enttäuschung verbunden- auch in musikalischer Hinsicht", so Petek. 
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Zur Person: Marcus Petek (oder auch Marcus Matthews) ist ein St. Veiter Musiker, Songwriter und Komponist. Viele seiner musikalischen Fertigkeiten hat er sich autodidaktisch beigebracht und von Musikerkollegen erlernt. Petek wird im Jänner 2019 56 Jahre alt.

Nur mit Gitarre und seiner Stimme ist Marcus Petek als Profimusiker bekannt geworden. Nach einem Burnout tritt er wieder auf

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