Hundeschule ÖRV HSV St. Veit
Wer sagt eigentlich, dass nur Hunde lernen?
- Bereits seit 1979 gibt es die Hundeschule ÖRV HSV St. Veit am Wayerfeld schon.
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Bereits seit 1979, oder anders geschrieben, seit 47 Jahren, gibt es die Hundeschule ÖRV HSV St. Veit an der Glan am Wayerfeld schon. Eine sehr lange Zeit für eine Hundeschule. Damals wie heute eine Anlaufstelle für Menschen, die sich der Beschäftigung, der sportlichen Aktivität mit Hunden widmen und/oder Hilfe bei Fragestellungen rund um den Alltag mit Hund Unterstützung wünschen.
ST. VEIT. Was bedeuten die Abkürzungen eigentlich? ÖRV bedeutet, dass diese Hundeschule unter dem Dachverband des ÖRV, also "österreichischer Rassehundeverein“ steht und somit gewisse Qualitätsmerkmale, wie z.B. regelmäßige Fortbildungen der TrainerInnen, erfüllen muss. Die Buchstaben "HSV“ setzen sich aus dem Wort „Hundesportverein“ zusammen und bedeutet kurz gesagt, dass in dem Verein die Möglichkeit besteht, verschiedene Hundesportarten sowie die Vorbereitung für die Begleithundeprüfung auszuüben.
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"Es hat sich einiges getan"
Weg vom unbedingten Gehorsam und "verbindlichen Kommandos", die jeder Hund unabhängig seines Befindens befolgen muss, hin zu einem bedürfnisorientierten und wohlwollenden Umgang mit dem Hund. "Unser Ziel ist eine Hundeschule, in der die TrainerInnen komplett nach tierschutzqualifizierten Standards und wertschätzend mit den Hunden arbeiten. Kein Leinenruck, kein Blocken, kein Werfen vom Schlüsselbund. Weil es auch anders geht! Es ist möglich, dem Hund alles auf eine nette Art zu erklären“, merkt Valentina Pingist, Obfrau des ÖRV St. Veit, an.
Aber was ist mit Grenzen setzen?
"Grenzen können auch auf eine nette Art und Weise gesetzt werden. Ich gehe ja auch nicht hin und schreie mein Kind sofort an oder "blocke“ es körperlich, wenn es etwas tut, das ich nicht will“ ergänzt Pingist. "Wir versuchen die Situation so zu gestalten, dass der Hund gar nicht in die Verlegenheit kommt, unerwünschtes Verhalten zu zeigen. Darauf können wir dann aufbauen und erwünschtes Verhalten verstärken.“
Für die neun Trainerinnen des ÖRV St. Veit ist es eine ethische Frage, immer den wohlwollenden, gewaltfreien und fairen Weg des Trainings mit den Hunden zu wählen. Hunde kommen in eine von Menschen gemachte Welt, sie verhalten sich nicht, weil sie jemanden ärgern wollen, sondern sie verhalten sich, wie es ihnen instinktiv am besten erscheint und was sich für sie in dem Moment gut anfühlt. Die Kommunikation von Hunden ist so fein und detailliert, dass es sich lohnt genau hinzusehen, um sie zu verstehen. Da wir Menschen Hunde in unser Leben holen, sind wir es ihnen schuldig, sie als Individuen anzusehen und auf ihre Kommunikation einzugehen.
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Forschungsentwicklungen fließen in Kurse ein
Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Forschung rund um den Hund (Kynologie) eklatant weiterentwickelt und diese Erkenntnisse fließen natürlich in den unterschiedlichen Kursen mit ein:
Die Basis bilden die Welpen- und Junghundekurse. Hier hat sich der Fokus des Trainings in der Hundeschule St. Veit an der Glan von der Vorbereitung auf den Hundesport hin auf einen sinnvollen und positiven Umgang mit dem Hund im Alltag verschoben. Ganz unter dem Motto "Wir helfen den Mensch-Hund-Teams, sich gegenseitig besser zu verstehen und somit zu einem besseren Miteinander“. Denn wenn das Verständnis für den Hund und somit auch dessen Bedürfnisse erstmal da ist, kann das Training erfolgreich und sinnvoll aufgebaut werden.
Um die Bedürfnisse der Hunde zu erfüllen, eine artgerechte Auslastung zu ermöglichen und die Bindung zwischen Mensch und Hund zu fördern, gibt es noch zusätzliche Kursangebote, wie Begleithundekurs, weiterführende Unterordnungskurse, Hoopers oder Ralley Obedience. Auch hier wird darauf geachtet, dass alle Fertigkeiten über einen positiven und fairen Weg aufgebaut werden. "Wenn ein Hund etwas aus unserer Sicht nicht versteht, liegt es meistens daran, dass der Mensch ihm unklare Signale gibt oder ihm das Signal vorher nicht gut beigebracht wurde. Außerdem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass auch Hunde einen schlechten Tag haben können. Sie sind keine Maschinen und es ist vollkommen legitim, ein Training einmal abzubrechen, wenn ich merke, dass es an dem Tag nicht passt!“ führt Valentina Pingist weiter aus.
Bei Hoopers werden die Hunde mittels Körpersprache und Signalen angeleitet, durch verschiedene Bögen oder Tunnel zu laufen oder Tonnen zu umrunden. Die Mischung aus Kopfarbeit und Bewegung bietet eine spannende Beschäftigungsmöglichkeit für Hund und Mensch und kann die Kommunikation zwischen beiden verbessern.
Mit Ralley Obedience ist es möglich, in Teamarbeit verschiedene Unterordnungsaufgaben in einem Parcours spielerisch zu erarbeiten. Für besonders ambitionierte Teams geht es dann um Genauigkeit und Zeit.
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Durch die Zusammenarbeit mit externen, tierschutzqualifizierten Hundetrainerinnen, insbesondere "perfect4dogs" und Sabine Happ von "Happ's Hunderunde", können weitere Kursangebote wie Suchhundetraining, Nasenarbeit, Minddogtraining oder Social Walks angeboten werden. Ebenso gibt es die Möglichkeit, Einzelstunden oder Verhaltensberatung in Anspruch zu nehmen.
"Mir ist ein fairer und auf positiver Bestärkung basierter Umgang mit Hunden besonders wichtig. Durch meine Praktika in Zoos auf der ganzen Welt ist mir klar geworden: Wenn ein Mensch es schafft, dass ein Elefant seinen Fuß zur 'Pediküre' hinhält, dann bedeutet das, diese Art des Trainings funktioniert“, stellt Sabine Happ fest.
Bei Minddog und verschiedene Formen der Nasenarbeit geht es vor allem um die Stärkung des Selbstvertrauens der Hunde und der Befriedigung eines natürlichen Bedürfnisses nach Selbstbestimmung. Weitere positive Begleiterscheinungen wie entspannteres Verhalten und mehr Souveränität bei Hundebegegnungen werden ebenfalls gefördert.
Vielfältiges Angebot
Insgesamt bietet die Hundeschule ÖRV HSV St. Veit an der Glan ein umfangreiches Angebot nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft rund um den Hund an.
Neuerdings kann hier auch der Sachkundenachweis für „Neuhundebesitzer“ oder für die Absolvierung der sogenannten „virtuellen Leine“, die unter bestimmten Umständen den Freilauf von Hunden ermöglicht, durchgeführt werden.
Der nächste Termin für den Theorievortrag ist der 10. Oktober 2026 ab 14 Uhr, anmelden kann man sich direkt unter valentinapingist@outlook.com oder 0664/5024014.
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