07.08.2018, 07:00 Uhr

Launsdorferin erlebte Erdbeben auf der Insel Bali

Mit einer Freundin war Christina Schusser auf Bali (Foto: KK (3))

Christina Schusser war zum Zeitpunkt des großen Erdbebens am Flughafen in Bali. Der WOCHE schildert sie ihre Erlebnisse und wie sie die Situation vor Ort aufgenommen hat.

LAUNSDORF, BALI (stp). Bei Erdbeben auf den Inseln Lombok und Bali sind am Wochenende über 130 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Österreicher sind unter den Verletzten.

Auch die Launsdorferin Christina Schusser (19) war zum Zeitpunkt des Erdbebens auf Bali und nur einen Tag vorher noch auf der Insel Lombok, die das Erdbeben am stärksten traf. Mit einer Freundin war Schusser nach bestandener Matura drei Wochen auf Reisen - unter anderem in Bangkok, Kuala Lumpur, Singapur und zum Schluss auf Bali. "Das war leider kein schöner Abschied von Bali", sagt Schusser.

"Habe gedacht mir ist schwindlig"

Den Moment des Erdbebens erlebte sie am Flughafen in Bali, erzählt sie: "Zum Zeitpunkt des großen Bebens auf Lombok waren wir gerade im Flieger von Lombok nach Bali. Als wir am Flughafen in Bali dann auf unser Gepäck gewartet haben hab' ich mich unwohl gefühlt und gedacht mir ist schwindlig - bis dann die ganzen Leute um uns nach draußen gelaufen sind und wir realisiert haben, dass es gerade ein Erdbeben gibt." Nach ein paar Minuten seien alle wieder ins Gebäude gegangen. Die Nacht auf Bali hat Schusser dann in einem Hotel verbracht, wo sie weitere leichte Nachbeben erlebte. Ihre Freundin war zum gleichen Zeitpunkt schon auf dem Weg Richtung Philippinen, wo sie weitere Freunde treffen wollte.

"Keiner konnte eine Auskunft geben"

"Eine Tsunamiwarnung hat es dann auch noch gegeben. Die is dann aber recht bald wieder aufgehoben worden.", sagt Schusser. Eben diese Warnung wie auch die gesamte Situation habe auch bei den anderen Hotelgästen für Unruhen gesorgt, berichtet die 19-jährige: "Niemand von den Angestellten konnte uns Auskunft geben." Erst ein Anruf bei der Botschaft in Jakarta gab Schusser die Gewissheit, dass die Tsunami-Warnung aufgehoben wurde.

"Die Einheimischen sind vor allem in den stark betroffenen Regionen am Boden zerstört. Die Leute leben wirklich nicht mit viel, auch die Häuser entsprechen nicht den europäischen Standards, weshalb wohl auch so viele davon eingestürzt sind", erzählt die Launsdorferin weiter.

Am Montag-Abend befand sich Schusser, die u.a. im Damen-Eishockey-Nationalteam spielt bereits wieder am geplanten Heimweg über Bangkok zurück nach Österreich.
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