16.10.2017, 16:28 Uhr

Bezirk St. Veit: Zuversicht regiert nach dem Wahltag

Das Kreuzerl ist gemachrt, die Nationalratswahl geschlagen (Foto: Pixabay)

Im Bezirk regiert nach der Wahl unter den Parteichefs Freude, Zuversicht und Enttäuschung.

BEZIRK ST. VEIT. "Ich kann das Ergebnis in Kärnten nur als erfreulich bezeichnen", sagt der LAbg. Bgm. FPÖ-Bezirksobmann Franz Pirolt. Gerechnet hat er mit einem solchen Plus nicht. "Hätte jemand gesagt, wir gehen in Kärnten als Erster durchs Ziel, hätte ich das für sehr optimistisch gehalten. Aber das Ergebnis beweist, dass wir im Bezirk die besten Leute haben", macht Pirolt auf die Ergebnisse in Deutsch-Griffen oder Mölbling aufmerksam. In Deutsch-Griffen fuhr die FPÖ mit 54 Prozent das beste Ergebnis im Bezirk ein, in Mölbling mit 50 Prozent das zweitbeste. In Hinblick auf die Landtagswahl im März meint Pirolt: "Man darf nicht darauf vertrauen, dass es von selbst läuft. Wir müssen für die Landtagswahl bei Sachthemen unser Profil noch schärfen".


Noch mehr präsent sein

"Das Ergebnis zeigt, dass die Bevölkerung sehr genau zwischen Bundes-, Landes- und Gemeindewahlen unterscheidet. In Kärnten werden wir den aufrichtigen Weg mit LH Peter Kaiser fortführen", sagt SPÖ-Bezirksobmann Klaus Köchl. Für die Landtagswahl werde man noch mehr in den Haushalten präsent sein. "Wir gehen mit einem klaren Programm und daher sehr zuversichtlich in die Landtagswahl", so LAbg. Bgm. Köchl.


"Ein Wahnsinn"

"Das Bundesergebnis ist ein Wahnsinn", freut sich Bgm. ÖVP-Bezirksobmann Martin Gruber. Auch das Ergebnis in Kärnten sei gut. "Wir haben in Kärnten den höchsten Stimmenzuwachs aller Bundesländer, wir haben einen guten Wahlkampf abgeliefert", so Gruber. Der Landtagswahl sieht er positiv entgegen. "Die Stimmung für die ÖVP ist positiver als in den letzten Jahren", stellt sich Gruber einen weiteren baldigen Wahlkampf ein.

"Ich bin glücklich"

Sehr über das Ergebnis freut sich der St. Veiter Neos-Chef Hans Volina. "Ich bin glücklich und froh, dass wir ein Einzug in den Nationalrat geschafft haben. Das war ja das Minimalziel“. In Kärnten gab es in beinahe allen Gemeinden Zuwächse. "Ein Plus ist ein Plus, der Weg stimmt. Das stimmt mich für die kommende Landtagswahl zuversichtlich", meint Volina.

"Eine Enttäuschung"

"Es ist eine echte Enttäuschung", sagt der Grüne St. Veiter Gemeinderat Klaus Knafl. "Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die FPÖ Erster wird", fügt er hinzu. Das endgültige Ergebnis steht erst am Donnerstag fest. Knafl hat noch Hoffnungen, dass die Grünen in den Nationalrat einziehen könnten.

Das vorläufige Ergebnis
Das Vorläufige Ergebnis im Bezirk St. Veit sieht wie folgt aus: SPÖ 27,8 % (-3,9 %), ÖVP 25,7 % (+ 9,4 %), FPÖ 37,9 % (+18,8 %), Grüne 1,4 % (- 6,9 %), Neos 3,4 % (+0,9 %), Pilz 2,6 %, Sonstige 1,4 %.

Die "Ausreißer" im Bezirk
Die FPÖ gewann in Friesach mit über 24 % am meisten dazu. Die ÖVP gewann wie die FPÖ in allen 20 Gemeinden dazu. Das größte Plus gab es für die ÖVP in Friesach mit 14 %. Keine Gewinne konnte die SPÖ im Bezirk St. Veit einfahren. Das höchste Minus gab es in Deutsch-Griffen mit 8 %. Ebenfalls keine Gewinne konnten die Grünen im Bezirk verzeichnen. In Frauenstein gab es die höchsten Verluste mit knapp 11 %. Die Neos gewannen überall dazu, außer in Brückl (-0,6 %) und Deutsch Griffen (-0,5 %). Die meisten Pilz-Anhänger gibt es in St. Georgen mit über 4 %.

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