30.09.2014, 14:16 Uhr

Funder und Kelag heizen St. Veit ein

Das Fundermax-Werk in St. Veit: 3.700 Haushalte werden mit der Abwärme beheizt

3.700 Haushalte heizen mit Abwärme des Funder-Werkes. Ausweitung des Netzes ist kein Thema.

ST. VEIT, KLAGENFURT. (mv) In St. Veit werden rund 3.700 Haushalte von der Kelag mit Fernwärme versorgt. Rund 700 Gebäude sind an das 42 Kilometer lange Netz angeschlossen. Die Energie stammt von dem Fundermax-Werk in Glandorf. Erst vergangene Woche präsentierte die Kelag ein ähnliches Fernwärmeprojekt in Burgenland. Die Investitionssumme betrug 7,2 Millionen Euro. Mit der Abwärme des Funder-Werkes werden die Gemeinden Bad Sauerbrunn und Neudörfl beheizt.
Obwohl im Funderwerk in Glandorf noch genügend Kapazitäten vorhanden wären, ist eine Ausweitung des Fernwärmenetzes der Herzogstadt kein Thema. "Wir hatten noch Kapazitäten, die wir der Kelag anbieten können. Die Idee die Restwärme nach Klagenfurt zu verkaufen wurde in einer Studie geprüft. Aber weitere Schritte sind derzeit nicht geplant", sagt Funder Projektleiter Eduard Pleschutznig.


Keine Ausweitung geplant

Auch von Seiten der Kelag schließt man eine Ausweitung der Fernwärmeversorgung aus. "Es gibt Kennzahlen, anhand deren man die Wirtschaftlichkeit eines Fernwärmesystems analysiert. Im Umkreis von St. Veit gibt es zu wenige Großabnehmer", sagt Adlof Melcher von der Kelag-Wärme GmbH und weiter: "Bei dem Projekt im Burgenland gibt es in Bad Sauerbrunn mehrere große Hotelbetriebe, daher ist ein Fernwärmetransport in eine andere Gemeinde wirtschaftlich sinnvoll."

Jährlich 1.000 Meter mehr

Das Fernwärmenetz der Kelag in St. Veit ist seit zwanzig Jahren in Betrieb und ist nach Villach das größte des Energieanbieters in Kärnten. "Derzeit hat das Netz eine Länge von 42 Kilometern. Jährlich kommen rund 1.000 Meter dazu, es handelt sich um Neuanschlüsse", sagt Melcher.
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