28.11.2016, 15:50 Uhr

IT Bildungsgipfel: Frauen vor den Vorhang holen

Schreiner, Keim, Gotzmann, Lutz, Haselmayr, Salomon, Wolfgang Bräu, Sprecher IT Experts Austria (v. l.).

Dass Frauen in der IT ganz vorne dabei sind, bewiesen vier Frauen beim IT Experts Bildungsgipfel.

STEYR. „Frauen haben in der IT sehr wohl eine Chance auf gute Jobs – und können das mit der Familie vereinbaren“, leitete Dietmar Gotzmann von den IT Experts Austria den IT Bildungsgipfel bei CGM Clinical Österreich GmbH ein. „Wir haben einen Frauenanteil von 26 %“, freut sich Willi Salomon, Geschäftsführer der CGM Clinical Österreich GmbH. Rein statistisch gesehen sind 50 Prozent der User Frauen. Alleine deswegen kommt der weiblichen Intuitionskraft in der IT eine große Bedeutung zu. Brigitte Lutz (Magistratsdirektion Stadt Wien), Bianca Haselmayr (CGM), Michaela Keim (Core smartwork) und Melanie Schreiner (FH OÖ) berichteten beim Bildungsgipfel am 23. November, unter anderem darüber, wie sie als Frauen in IT-Berufen zurecht kommen und wie sich Karriere und Mutterschaft sehr wohl vereinen lassen können. Die Frauen sind sie sich einig: Auf den Arbeitgeber kommt's an. „Wenn vermehrt Frauen der IT Fuß fassen sollen, dann muss eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie gegeben sein“, betont Haselmayr. Kurze Zeit nach ihrer Karenz wurde Haselmayr bereits Abteilungsleiterin für HR-Solutions bei CGM.

Karriere gemacht nach Karenz

In ihrem Vortrag widmete sie sich dem Thema „Trotz Karenz: Karrieresprung statt Karriereknick“. „Immer wieder höre ich kritische Stimmen darüber, wie ich meinen Weg gewählt habe. Damit muss man umgehen können“, so Haselmayr. Sie stützte sich auf eine aktuelle Studie der Statistik Austria zur Erwerbstätigenquote, die bei Männern (75,1%) höher ist als bei den Frauen (64,5%).
„Ich hoffe, dass in Zukunft mehr Männer die Möglichkeit der Elternkarenz wahrnehmen“, so Haselmayr. Zwar bekäme sie gelegentlich Jobangebote, diese lehne sie aber immer ab: „Ich fühle mich wertgeschätzt von meinem Chef und glaube, dass Frauen loyaler zum Unternehmen sind und noch mehr Engagement zeigen, wenn sie Rückhalt von der Firma spüren.“
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