Schneemangel über Weihnachten war eine Herausforderung, aber kein Problem

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STUBAI/WIPPTAL. Seit einer Woche ist er endlich da – der Schnee! Dieses Jahr hat er jedoch wieder lange auf sich warten lassen. Die Wintersportgebiete der Region haben die Zeit des Schneemangels über Weihnachten und Silvester jedoch gut überstanden und die meisten Gebiete konnten planmäßig ihren Skibetrieb starten.

Keine spürbaren Einbrüche

Seitens der Tourismusverbände Stubai und Wipptal klingt die Bilanz des bisherigen Verlaufs der Wintersaison gut – TVB-Stubai-Geschäftsführer Roland Volderauer: "Die bisherige Saison ist in der Destination Stubai gut verlaufen. Die statistischen Daten lassen erkennen, dass sich die Schneesicherheit des Stubaitals und die getätigten Investitionen positiv auf die Entscheidungs- und Buchungsphase auswirken."
Auch Kurt Hasenbacher, Geschäftsführer TVB Wipptal, sagt: "In unserem Fall hatte der Schneemangel keine Auswirkungen auf den Tourismus. Die Beschneiung hat hervorragend funktioniert und selbst unter der Woche hatten wir eine hohe Frequenz. Lediglich die winterliche Stimmung hat ein wenig darunter gelitten – viele Gäste hätten sich eine Winteridylle gewünscht." Von den Buchungszahlen her gab es kaum Einbrüche. Lediglich in den Seitentälern, in denen bei viel Schnee reger Skitourenbetrieb herrscht, gab es einige Absagen, so Hasenbacher: "Dies wurde aber durch kurzfristige Buchungen wieder wettgemacht."
Bei der Bergeralm hat sich der Schneemangel sogar positiv ausgewirkt – Florian Raffl: "Da wir eine gute Beschneiungsanlage haben, können wir seit 19. November eine sehr gute Piste bieten."

Beschneiung funktionierte

Ein wichtiger Faktor, dass trotz Schneemangels der Skibetrieb durchgeführt werden kann, ist Beschneiung. Reinhard Klier, Vorstandsvorsitzender der Stubaier Gletscherbahn: "Wir haben heuer überdurchschnittlich viel technischen Schnee erzeugt, was natürlich auch zu höheren Kosten führt. Die Pisten konnten nach der Öffnung in gutem Zustand angeboten werden."
Seitens Stefan Klammer, Geschäftsführer des Elferliftes, heißt es: "Der Elfer hat im Sommer ca. 600.000 Euro in die Schneeanlage investiert. Diese Investition hat sich ausgezahlt, denn sonst hätten wir die Rodelbahn nicht am 23.12. öffnen können." Bei der Schlick 2000 wurden sechs neue Lanzen und sieben neue Propeller-Maschinen angekauft, um die Beschneiung zu verbessern. Seitens der Bergeralm heißt es, dass man die gleiche Menge Wasser zur Schneeerzeugung gebraucht hat wie jedes Jahr.

Langlaufen und aufwärmen

Der TVB-Stubai hat in der Wintersaison 2016/17 in eine Beschneiungsanlage für die Produktion von technischem Schnee in Klaus Äuele investiert. Geschäftsführer Roland Volderauer: "So können wir unseren Gästen auch ein schneesicheres Langlauf- und Schneewanderangebot im Talboden anbieten." Diese Investition habe sich in der aktuellen Saison sehr bewährt.
Georg Schantl, Geschäftsführer im StuBay: "In den Weihnachtsferien verdanken wir einen Großteil des Umsatzes den Gästen aus dem Stubaital. Das StuBay bietet viele Aufwärm-Möglichkeiten bei wenig attraktivem Skiwetter." In der ersten Weihnachtswoche gab es einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. In der zweiten Weihnachtswoche, also ab Silvester, hat sich das Blatt gewendet.
Alles in allem kann man sagen, dass die Wintersportgebiete des Stubai- und Wipptals vor allem mit gut funktionierender Beschneiung auf den Schneemangel reagiert haben – und sich jetzt sicherlich über den vielen Neuschnee freuen.

Autor:

Katharina Ranalter (kr) aus Stubai-Wipptal

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