Gebi Mair mit Bedenken gegen Daunjochlift

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NEUSTIFT (cia). Mitte November sollten bereits die ersten Wintersport-Begeisterten mit der Daunjochbahn befördert werden. Die Naturschutzbehörde hat Mitte Juli grünes Licht für die Errichtung einer Vierersesselbahn und eine neue Piste gegeben, eine Umweltverträglichkeitsprüfung sei nicht notwendig. Der Grüne Landtagsabgeordnete Gebi Mair befürchtet eine Zerstörung des Ruhegebiets und eine Verbindung ins Ötztal. Die Bauarbeiten sind bereits in Gange.
„Nichts gegen einen neuen Lift aufs Daunjoch. Aber da braucht es noch dringend Veränderungen bei der Bergstation, sie muss tiefer angesetzt werden“ erklärt der gebürtige Stubaier. „Die neue Bergstation liegt nur zehn Höhenmeter unter dem Joch. Das bedeutet: Die gesamte Glamergrube wird zum Varianten-Skigebiet. Da sind wir aber schon mitten im Ruhegebiet. Und ein Skitourengebiet wird obendrein zerstört“, warnt Mair.
Wenn in Zukunft Tausende Skifahrer täglich die Glamergrube als Variantenabfahrt nutzen, dann sei es nicht mehr weit, bis der Ruf nach Lawinensprengungen und Variantenbeschilderung laut wird. Und dann die Einebung der Steilstufe am Joch selbst.“ Sechs Quadratkilometer würden so dem Ruhegebiet geraubt, hat Mair ausgerechnet.
Gletscher-Chef Klier stellt gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN fest, dass die Grenzen des Skigebiets klar eingehalten würden: "Das sind die Grenzen, die zu beachten sind, man kann nicht innerhalb der Grenzen nochmals Grenzen ziehen. Wir werden die Piste selbstverständlich gut ausschildern, der Gast wird wissen, wenn er sie verlässt."
Mair warnt vor einer weiteren Gefahr: „Vom Joch kann man direkt über das Sulztal nach Längenfeld abfahren. Das sind zehn Kilometer neue, hochalpine Variantenabfahrt. Die werden sich die Skifahrer nicht entgehen lassen. Und dann wird der Druck für eine Lift-Verbindung aus dem Ötztal auf den Stubaier Gletscher, hinauf auf den Hinteren Daunkogel, Jahr für Jahr steigen. Und das wird dem Tourismus im Stubai nicht gut tun. Und dem einzigartigen Ruhebiet Stubaier Alpen sowieso nicht.“
Auch hier hält Klier dagegen: "Die Station liegt mehr als 300 Meter Luftlinie von einer theoretischen Abfahrt ins Ötztal entfernt. Der schon bestehende Daunschartenlift wäre da näher am Sulztal. Wir nähern uns mit dem Bau also nicht dem Ötztal."

Autor:

Arno Cincelli aus Innsbruck

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