Poesie von Sir Kristian Goldmund Aumann
Allerheiligen
Allerheiligen Graue Kreuze schwanken hinter Regenwolken. Stille Tropfen fallen, ein Schweigen klebt an nassen Kleidern; Atem der Ewigkeit weht aus verlassenen Fenstern. Lichter lösen sich aus der Dunkelheit, der Mond läutet wie eine Glocke - der Klang zerknittert in welken Gräsern. Vergessene Stimmen hauchen kalte Blüten, die Zeit bleibt stehen, wie ein gesprenkeltes Gebet. Ein Beben von Schatten ragt aus rohem Stein, und die Erde sammelt leise Namen. Sir Kristian Goldmund Aumann, Poet, 2025