Wege des Holzes
Holzerhütte Scharnitz im Porträt

Die Holzarbeiten waren nicht immer ohne Risiko.
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  • Die Holzarbeiten waren nicht immer ohne Risiko.
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SCHARNITZ. Wie haben Holzarbeiten früher ausgesehen? Wie brachte man Holz von A nach B? Diese und viele andere Fragen werden im Museum "Holzerhütte" in Scharnitz beantwortet.

Modernes Museum erzählt Geschichten

In der historischen Holzarbeiter-Hütte verbirgt sich ein modernes Museum, das neben der lokalen  Geschichte, auch über die natürliche Vielfalt im Wald und die Geschichte der Holzarbeit erzählt.
Die Ausstellung zeigt, wie Flüsse wie die Isar im Karwendel für die Forstarbeit genutzt wurden. Die Holzerhütte wurde 2017 im Rahmen des Interreg-Projekts "Wege des Holzes" in der Scharnitzer Lend neu aufgebaut.

Das Museum Holzerhütte steht seit 2017 in der Scharnitzer Lend.
  • Das Museum Holzerhütte steht seit 2017 in der Scharnitzer Lend.
  • Foto: Lair
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Von Holzerhütte zu Museum 

1913 wurde die ursprüngliche Holzerhütte im Gleirschtal errichtet, um den „Holzern“ eine Unterkunft zu bieten. Nachdem die Holzarbeiten im Laufe der Zeit modernisiert wurden und die Holzhütte ihren Zweck verlor, stand die renovierungsbedürftige Hütte kurz vor dem Abriss. Doch Alois Seelos, seines Zeichens Tischler aus Scharnitz hat sie, als sie kurz vor dem Abriss stand, von den Bundesforsten erworben. In der Folge begann die Planung zum Wiederaufbau. Seit der Neueröffnung als Museum wurden vier Ausstellungsräume zu vier verschiedenen Themen etabliert.

Holznutzung im Laufe der Jahre

In Raum Eins gewinnt man einen Einblick über die Geschichte der Holznutzung und was sich bis heute geändert hat. Es wird behandelt wie der Baum früher vom Berg ins Tal kam und wie heute vorgegangen wird. 
Ein detailliertes Modell stellt die Stationen der Holzarbeit im Gleirschtal dar. Fundstücke und alte Filmaufnahmen der Vergangenheit geben einen Einblick in die Holzarbeit, wie sie früher war. 

Die Holzarbeiten waren nicht immer ohne Risiko.
  • Die Holzarbeiten waren nicht immer ohne Risiko.
  • Foto: Alpenwelt Karwendel
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Wie die Holzer gelebt haben

Die Geschichte der letzten hundert Jahre Holznutzung im Gleirschtal wird in Raum 2 aufbauend auf Erfahrungsberichten der Holzer und Pflanzfrauen ausführlich erzählt. Wie der Einfluss der wechselnden Jahreszeiten auf den Alltag der ArbeiterInnen hatte und was zu bei den Holzern so auf den Teller kam, wird sorgfältig ausgeführt.

Es gibt Relikte aus vergangenen Tagen zu sehen.
  • Es gibt Relikte aus vergangenen Tagen zu sehen.
  • Foto: Sonntag
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Kurzfilme  "Trift in der Gleirschklamm" & „Holzerkobel“

Im dritten Raum kommen erneut mehrere Zeitzeugen zu Wort und geben einen tiefen Einblick über das Leben der Holzer aus vergangenen Tagen. In zwei Kurzfilme verpackt werden die Museumsbesucher auf eine Reise in die Vergangenheit entführt. 

Filmsequenzen von Holzarbeiter erwecken die Ausstellung zum Leben.
  • Filmsequenzen von Holzarbeiter erwecken die Ausstellung zum Leben.
  • Foto: Sonntag
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Lebensnetz Wald

In Raum 4 wird das beeindruckende Netzwerk des Lebens in den Wäldern des Naturparks Karwendel dargestellt. Der Besucher begibt sich auf eine Spurensuche durch die Ausstellung und stellt fest, wie abhängig die einzelnen Waldbewohner voneinander sind. Das geheimnisvolle Leben des Waldes wird ein Stück weit ins Licht gerückt. 
 

Öffnungszeiten

Das Museum Holzerhütte ist ab Mitte Mai 2020 wieder den ganzen Sommer durchgehend von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet – falls öffentliche Veranstaltungen bis dorthin wieder möglich sind. Im Winter ist die Holzerhütte geschlossen. Das Museum Holzerhütte liegt neben dem neuem Infozentrum an der Hinterautalstraße 555a. Der Eintritt ist kostenlos - zuvor muss im Infozentrum ein Ticket gelöst werden.

Autor:

Nicolas Lair aus Telfs

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