Neue Lärmschutzwand in Zirl

ZIRL. Ende Juli 2012 beginnen die Arbeiten zur Errichtung einer neuen, knapp 2.700 m langen Lärmschutzwand in Fahrtrichtung Bregenz im Bereich Zirl. Durch diese Wand erfahren knapp 700 Einwohner von Zirl, die im nördlich der A 12 Inntal Autobahn gelegenen Siedlungsgebiet leben, eine wahrnehmbare Verbesserung.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten ASFINAG-Geschäftsführer Klaus Fink sowie Bürgermeister Josef Kreiser und Verkehrsreferent Robert Kaufmann das Projekt in Zirl vor, das am Ende von konstruktiven und nachhaltig geführten Gesprächen zwischen Gemeinde und ASFINAG stand.

„Wir sind uns auch der Aufgabe des Schutzes der Anrainer bewusst – unter der Bedingung der wirtschaftlichen Betrachtung und einer effizienten Umsetzung, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Derzeit fahren täglich rund 39.000 Fahrzeuge an Zirl auf der Autobahn vorbei. Wir reduzieren mit dieser Lärmschutzwand die Gebäudeöffnungen mit Grenzwertüberschreitungen von 443 auf 16“, erklärt Fink. Neben diesen Gebäuden erfahren auch zahlreiche andere Objekte, die knapp unter den Grenzwerten für zulässige Lärmbelastungen liegen, eine wahrnehmbare Verbesserung. „Im Zuge der verschiedenen untersuchten Lärmschutzvarianten hat aufgrund der Lage der zu schützenden Siedlungsgebiete der vorliegende durchgängige Lärmschutz als einziger den Kriterien der relevanten Dienstanweisung für Lärmschutz entsprochen. Einfach gesagt: Auch wenn direkt oder knapp hinter der Wand kein Gebäude steht bzw. für den Verkehrsteilnehmer sichtbar ist – ist diese Lärmschutzwand zum Schutze der betroffenen Siedlungsgebiete vor den Lärmemissionen der Autobahn erforderlich und lärmtechnisch sinnvoll“, ist sich Fink sicher.

Die 2 bis 4 Meter hohe Mauer mit einer Fläche von rd. 6.700 Quadratmetern wird in Fahrtrichtung Bregenz lückenlos zwischen den Anschlussstellen Zirl Ost und Zirl West errichtet. Wie bereits bei anderen derartigen Bauwerken wurde von der ASFINAG auch für dieses Projekt eine architektonische Gestaltung beauftragt. Als Material kommen bei der gegenständlichen Wand hochabsorbierende Elemente zum Einsatz, um mögliche negative Auswirkungen auf die gegenüberliegenden Siedlungsräume verhindern zu können. Die Kosten von 2,5 Millionen Euro für den Lärmschutz und den im Zuge des Projektes erforderlichen Sanierungsmaßnahmen trägt die ASFINAG. Hinsichtlich Verkehrssicherheit überzeugten sich bereits die zuständigen Einsatzkräfte davon, dass die Sicherheitsvorkehrungen und –maßnahmen eingehalten werden.

Für die Gemeinde Zirl stellt die Errichtung der Lärmschutzwand einen Meilenstein dar, erteilte doch der Gemeinderat bereits im Vorjahr die Zustimmung dazu. Bürgermeister Josef Kreiser dazu:

„Die Umsetzung dieses Projektes ist für die Lebensqualität in Zirl von ganz großer Bedeutung. Für viele betroffene GemeindebürgerInnen bedeutet der Lärmschutz eine deutliche Besserung ihrer Wohnsituation. Nach jahrelangem Planen und Abwägen, welche Maßnahmen in diesem Bereich die erfolgversprechendsten sind, bin ich überzeugt, dass dieses Projekt eine deutliche Verringerung der Lärmbelastung darstellen wird.“

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