11.03.2016, 11:18 Uhr

Kräutersalz und Suppenwürze

Suppenwürze mit grobem Meersalz oder fein gemixt.

Das Frühjahr ist die richtige Zeit, um den Kräuteranbau für die kommende Saison zu planen. Welche Köstlichkeiten man aus Kräutern herstellen kann, berichtete Doris Haidlen in ihrem Vortrag auf der Jahreshauptversammlung 2016 des Obst- und Gartenbauvereins Telfs.

Kräutermischungen sind sehr leicht selbst herstellbar. Grundsätzlich können Sie kombinieren, was Ihnen schmeckt. Es hat sich jedoch bewährt, wenn eine geschmackliche Linie oder ein Thema erkennbar ist, z.B. Frühlingskräuter,
Suppenkräuter, Bitterkräuter oder Salatkräuter.

Folgende Anzahl der Kräuter ist empfehlenswert:
- Solo: ein ausgewähltes Lieblingskraut
- Trio: drei verschiedene Kräuter, harmonisch aufeinander abgestimmt
- 7-Kräuter-Mischungen: in vielen klassischen Mischungen enthalten, z.B. Herbes-de-Provence

TIPP: Vermeiden Sie zu viele verschiedene Kräuter in einer Mischung. Maximal ein Dutzend ist ein guter Richtwert.

Kräutersalz

Für die Herstellung von Kräutersalzen eignen sich sowohl frische als auch getrocknete Kräuter. Die Verwendung von frischen Kräutern hat den Vorteil, dass der ganze Pflanzensaft sofort von den Salzkristallen „eingefangen“ und umschlossen wird. Die Farbe des Kräutersalzes ist dadurch besonders schön grün und der Geschmack besonders frisch.Bei getrockneten Kräutern hingegen ist bei sachgemäß trockener Lagerung garantiert, dass sich kein Schimmel bildet.

TIPP: Beachten Sie den Gewichtsverlust durch das Trocknen der Kräuter. 40 Gramm getrocknete Kräuter entsprechen ca. einem halben Kilo Frischkräutern - mit entsprechender Würzkraft.

Suppenwürze

Die Suppenwürze ist „Convenience Food“ aus dem Garten. Sie ist wie ein
Suppenwürfel zu verwenden: 1 gehäufter TL auf einen Liter Wasser – aufkochen
– und schon ist eine feine Gemüsebrühe fertig. Die einzelnen Zutaten können Sie ganz nach Ihren eigenen Vorlieben zusammenstellen.

Wurzelwerk und Kräuter werden nach Notwendigkeit gewaschen, geschält
und grob gehackt. Schön schaut es dann aus, wenn die Suppenwürze mit grobem Meersalz schichtweise in ein Glas gefüllt wird. Möchte man eine feinere Konsistenz der Suppenwürze, werden Kräuter und Gemüse durch den Fleischwolf gedreht und mit feinem Salz gemischt.

Der Salzanteil ist dabei variabel. Für 1 kg frische Zutaten sollten mindestens 200 Gramm bis maximal 1 Kg Salz verwendet werden. Beim Mischverhältnis 1:1 ist die Suppenwürze monatelang haltbar, das ungeöffnete Glas kann im Keller gelagert werden. Bei weniger Salz ist eine Lagerung im Kühlschrank notwendig und muss rasch aufgebraucht werden.

TIPP: Produzieren Sie nur soviel, wie innerhalb eines Jahres gebraucht wird –
im nächsten Jahr gibt es wieder eine frische Ernte!

Rezepte

Suppenwürze mit Biss
250 g Gemüse-Kräutermischung (1 Bund Petersilie, 1 Lauchstange, 2 Knoblauchzehen, 1 Karotte, 1 Stück Sellerie, 15 g frischer Kren)
250 g grobes Meersalz
Alle Gemüse und Kräuter grob hacken und schichtweise mit dem groben Meersalz in Gläser füllen.

Feine Suppenwürze
600 g Gemüse-Kräutermischung (Karotte, Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Estragon, Zwiebelrohr, Knoblauch, Kren)
200 g feines Salz
Alles fein mixen oder faschieren, in Gläser abfüllen, im Kühlschrank lagern.
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