28.06.2017, 00:00 Uhr

Telfer Bad: Vom Grundwasser zum Erholungs-, Sport- und Spaßwasser

GF Huber und Techniker Hirber mit den Grundwasser-Leitungen.

Modernste Technik sorgt im neuen Telfer Bad für einen ökologischen Energie- und Wasserkreislauf.

TELFS. Geschäftsführer Markus Huber und Technik-Chef Adriano Hirber entführen BEZIRKSBLÄTTER in die "Unterwasserwelt" des neuen Telfer Bades. Sie erklären die Abläufe hinter den Kulissen des HighTech-Betriebes.

Ökologisch mit Grundwasser

Wärme und Kälte für Räume und Wasser kommen aus dem Grundwasser: Pro Sekunde fließen 15 Liter in die aufwändige Anlage im Untergeschoss des Bades, damit wird das Telfer Bad geheizt und gekühlt, sowie das Sportzentrum gekühlt. "10 bis 12°C hat das Wasser, wenn es entnommen wird. Mit dem Temperaturunterschied kommt es in den Rückgabeschacht zurück", erklärt Markus Huber. Die Differenz an Wärme geht über Wärmetauscher in das sparsame Heizungssystem. So können die Böden des Gebäudes (über Pufferspeicher) und die Becken ökologisch erwärmt werden, wie auch Umkleideräume, Küche, Restaurant etc. und natürlich die großen Hallen. Es ist ein ununterbrochener Kreislauf, wie Huber erklärt: "Umgekehrt wird damit auch gekühlt, dann kommt das Wasser etwas wärmer wieder zurück ins Grundwasser." Der Grundwasserpegel ist relativ konstant, sagt Huber, Erfahrungswerte hat man noch von der alten Badeanlage.

Wasser für die Becken

Für alle Becken des neuen Telfer Bades sind vier Wasserkreisläufe aktiviert. Das Frischwasser für das Bad kommt aus dem örtlichen Trinkwassernetz, das Beckenwasser aus dem Grundwasser, welches laufend über große Filterkessel gereinigt wird. "Das Wasser durchläuft Mehrschichtfilter und kommt wieder sauber zurück in den Kreislauf", erklärt Hirber. Alles läuft vollautomatisch, um die gesetzlich vorgeschriebenen Werte auf konstantem Niveau zu halten. Das gereinigte Wasser wird dann wieder in die jeweiligen Becken geleitet. Es kommt über Düsen aus den Beckenböden heraus. Über die Überlaufrinne fließt das verunreinigte Wasser wieder in das Filtersystem zurück.
In den Filterkesseln befinden sich Quarzssand, feiner und gröberer Kies. In den Kreislauf wird auch immer wieder z.B. ein Flockungsmittel zugesetzt, sagt Hirber: "Das bindet die ganzen Schmutzpartikel, damit es vom Filter ausgeschwänzt werden kann, wie Haar- oder Hautpartikel oder auch Sonnencreme. Das kann so besser entnommen werden." Revisionsarbeiten, etwa zum Austausch des Filtermaterials etc., werden künftig kurzfristiger abgehandelt, maximal dauert das dann ein bis zwei Wochen.
Für grobe Verschmutzungen in den Becken kommt ein Wassersauger zum Einsatz, der ähnlich einem Rasenroboter den Beckenboden systematisch abfährt und Laub u.a. Gegenstände aufsaugt.
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