12.08.2016, 10:21 Uhr

Liebherr expandiert und schafft in Telfs über 100 neue Arbeitsplätze

Das Liebherr-Werk Telfs. (Foto: MG Telfs/Dietrich)

Aus einem sehr erfreulichen Grund hat der Telfer Bürgermeister Christian Härting am Donnerstag eine außerplanmäßige Gemeinderatssitzung einberufen: Die Firma Liebherr will massiv erweitern und neue Arbeitsplätze schaffen. Um den Ausbau rasch zu ermöglichen, beschloss das Gemeindeparlament in der Sondersitzung unverzüglich die nötigen Bebauungsplan-Änderungen.

TELFS. „Es ist für unsere Wirtschaftsbetriebe wichtig, dass wir in solchen Situationen schnell und unbürokratische handeln. So kann Liebherr noch heuer mit dem Bauen beginnen“, begründete der Bürgermeister die kurzfristig einberufene Sitzung und fand bei den Mandataren aller Parteien Zustimmung.

Die Erweiterungspläne der Firma Liebherr ...

... sind es tatsächlich wert, die sommerliche Sitzungspause zu unterbrechen: Die Firma Liebherr, einer der größten Arbeitgeber der Marktgemeinde Telfs, hat angekündigt, die bisherige Produktionsmenge von 800 Baumaschinen in den nächsten fünf Jahren auf ca. 2500 und später noch einmal auf 3000 Geräte zu steigern. Hintergrund ist eine Vertriebskooperation mit dem Landmaschinen-Spezialisten Claas, der den weltweiten Vertrieb von Teleskopladern übernimmt. Weiters wird ab 2017 die größte hydrostatische Planierraupe der Welt – das ist ein 70 Tonnen-Fahrzeug – als neues Produkt von Liebherr Telfs produziert.

Start ohne Verzögerung

Zur Umsetzung dieser Pläne müssen die Werkskapazitäten angepasst werden, was nun durch den raschen Beschluss des Gemeinderates ohne Verzögerungen beginnen kann. Im ersten Schritt wird eine neue, große Versandhalle entstehen, dann ein neues Verwaltungsgebäude samt Parkplätzen. In einer dritten Phase will man das bestehende Verwaltungsgebäude sanieren und eine weitere Montagehalle bauen.
Wie der Bürgermeister berichtete, sind auch die Auswirkungen auf die Arbeitsmarktsituation in Telfs höchst erfreulich: Nachdem die Liebherr-Belegschaft seit Anfang 2015 bereits von 480 auf 530 Mitarbeiter gewachsen ist, werden in absehbarer Zeit mehr als 100 weitere Stellen dazukommen.
„Das Ausbauprogramm bringt nicht nur neue, großteils hochqualitative Arbeitsplätze für Telfs, sondern auch wichtige Impulse für die heimischen Wirtschaftstreibenden, die am Ausbauprojekt mitwirken werden“, freut sich Härting.
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