Filmemacher Daniel Limmer aus Golling
"Es ist kein Hobby sondern eine Lebenserfüllung"

Veronika Partenhauser (Kamerafrau) und Daniel Limmer bei der Arbeit.
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  • Veronika Partenhauser (Kamerafrau) und Daniel Limmer bei der Arbeit.
  • Foto: Thomas Diezl
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Ein junger Filmemacher aus dem Tennengau dreht seinen ersten Spielfilm.

GOLLING. Daniel Limmer hat in seiner frühen Jugend gemerkt, dass er fürs Filmemachen brennt. Der heute 30-Jährige kommt aus Golling, wohnt in Kuchl, ist in Hallein zur Schule gegangen und hat in Puch-Urstein studiert. Das ist auch ein Grund, warum in seinem aktuellen Filmprojekt der Tennengau als Drehort eine bedeutende Rolle spielt.

Traum nicht für alle sofort greifbar

"Für meine Eltern war es früher schlecht greifbar, dass ich Filmemacher werden wollte. Doch ich habe mich bei Filmproduktionen in München beworben und als Produktionsassistenz beim Kinofilm 'Omamamia' mit Marianne Sägebrecht und bei einem Münchner 'Tatort' mitgearbeitet", erzählt Limmer. "Da habe ich so richtig mitbekommen, wie professionelle Filmproduktion gemacht wird. Sie ist wie ein Uhrwerk – jedes Zahnrad hat seine eigene Aufgabe und muss funktionieren." Parallel zu den Praktikumsstellen absolvierte der Gollinger sein Bachelorstudium an der Fachhochschule im Bereich MultiMediaArt. 2014 hat er sich selbstständig gemacht und berufsbegleitend noch seinen Masterabschluss erworben. Weil sein Vater plötzlich verstarb, entschied sich Limmer, seine Mutter in der Gollinger Pension zu unterstützen und erst einmal nicht in eine andere Stadt zu ziehen. Auch heute macht der Jungunternehmer noch wöchentlich das Buchungsmanagement der Gollinger Pension "Hotel Garni Ramsl", die seine Mutter leitet. "Zusammenhalt ist einfach wichtig", weiß er.

Ausgezeichnet vom eigenen Idol

Im Masterstudium hat Limmer mit seinem Team und dem Kurzhorrorfilm "Emma" einen weltweiten Online-Wettbewerb gewonnen. "Quentin Tarantino ist dabei in der Jury gewesen. Er ist eines unserer Idole, wegen denen wir zum Filmemachen angefangen haben. Das war schon eine besondere Ehre und auch Bestätigung, diesen Wettbewerb zu gewinnen", erinnert sich Limmer.

Gute Filme brauchen Zeit

Das neueste Projekt, an dem Limmer seit drei Jahren arbeitet, wurde Anfang des Jahres unter Vertrag genommen und erhielt vom österreichischen Filminstitut eine Drehbuchförderung. "Es ist eine emotionale 'Coming of Age' Geschichte für die Kinoleinwand. Eine junge Frau verliebt sich unwissentlich in genau den Mann, der sie damals als Jugendliche bei einem Krampuslauf schwer entstellt hat", erzählt der Filmemacher. Die Thematik klingt ernst, dennoch versichert Limmer, der Zuseher werde den Film mit einem positiven Gefühl verlassen. Drehort des Geschehens sind der Tennengau und die Stadt Salzburg. Zusammen mit Adrian Goiginger ("Die beste Aller Welten") und Robert Buchschwenter feilt Limmer derzeit am Drehbuch. Wenn alles gut läuft, kann im Winter mit dem Dreh begonnen werden.

Das Ganze sportlich sehen

Niederlagen sieht der Newcomer am Kinohimmel sportlich: "Man darf sich nicht unterkriegen lassen. Man muss sich selbst dieser Sache verschreiben und die Leute müssen einfach spüren, dass man das unbedingt will. Sie müssen dich als Filmemacher ernst nehmen und merken, das ist nicht nur dein Hobby sondern eine Lebenserfüllung", weiß Limmer. Eines ist bei Filmen immer wichtig: "Wenn es sehr persönlich ist, kann man die Story echt erzählen. Ich arbeite in Drehbüchern auch Ereignisse auf, die ich in der Kindheit und Jugend miterlebt habe", erzählt der Regisseur und Drehbuchautor. 

Auch Filmer schalten einmal ab

Wenn Daniel Limmer abschalten möchte, dann geht er im Bluntautal laufen. "Das macht meinen Kopf frei", so der Filmemacher. Neben dem Filmen zählen das Snowboarden und Reisen zu den Dingen, die ihn erfüllen. "Ausgleich ist in jedem Beruf extrem wichtig", findet er.

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