Rösslmarkt endet mit Streitigkeiten

Der „Abtenauer Rösslmarkt“ ist eine Fohlen- und Stutenversteigerung inklusive Gebrauchspferdemarkt.
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ABTENAU (tres). Vergangene Woche fand in Abtenau auf dem Viehmarktgelände bei der Talstation der Abtenauer Bergbahnen der „Abtenauer Rösslmarkt“ mit Fohlen- und Stutenversteigerung sowie ein Gebrauchspferdemarkt (Noriker- und Haflinger) statt. Auch Mitglieder des Tierschutzvereines „RespekTiere“ waren vor Ort, um zu demonstrieren. Thomas Putzgruber von RespekTiere erklärt wogegen: „Wir wollen darauf aufmerksam machen, was auf Pferdemärkten passiert. Das ist ja kein nettes Dorffest, so wie es auf den ersten Blick den Anschein hat! Hier werden Fohlen verkauft, die nach der Versteigerung ihren Müttern entrissen und auf Transportwägen gekarrt werden. Teilweise werden sie über weite Wege nach Italien transportiert und geschlachtet.“

Gevatter Tod und Schlachter
Erfreulicherweise habe sich die Situation auf solchen Tiermärkten in den vergangenen Jahren schon verbessert, gibt Putzgruber zu. Recht provokativ verkleideten sich die RespekTiere-Mitglieder als Schlachter und Gevatter Tod, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erreichen, „um zur Diskussion anzuregen“, sagt Putzgruber. Er selbst ist Veganer, was bedeutet: Bei ihm kommen nur pflanzliche Nahrungsmittel auf den Tisch: „Jedes Lebewesen will leben. Heutzutage gibt es viele Alternativen, um sich gesund zu ernähren. Man braucht kein Fleisch.“

Der Obmann des Noriker Pferdezuchtverbandes Abtenau-Rußbach P6, Bartl Lienbacher, kennt die Tierschützer schon: „ Ich habe mit denen kein Problem. Ich bin ja auch dafür, dass die Rössln im Inland bleiben und nicht lange Transportzeiten haben.“ Er selbst isst Fleisch: „Bei der Arbeit, die ich hab’, muss ich das, sonst geht mir die Kraft aus.“ Anfangs sah es so aus, als würde die Veranstaltung harmonisch über die Bühne gehen, doch als die Tiere auf die Transporter verladen wurden, gab es doch Tumulte.

„Ein paar hysterische Frauen“
Putzgruber bedauert das, erklärt es aber so: „Unter uns waren Frauen, die haben sehr emotional reagiert, als sie gesehen haben, wie die Fohlen verladen wurden. Da wurden viel zu viele auf einen Transporter gequetscht und ein Tierhändler hat auf die Köpfe der Tiere draufgedroschen.“ Es kam aber nur zu verbalen Streitigkeiten.
Bezirkspolizeikommandant Paul Pirchner erklärt: „Ach, das war nur das übliche: Ein paar hysterische Frauen, die sich wo reingesteigert haben.“

Autor:

Theresa Kaserer aus Salzburg-Stadt

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