Niederösterreichischer Jagdverband
Junghasen im Bezirk

 Junghasen vertrauen in den ersten Lebenswochen auf ihre Deckung und flüchten nicht – sie sind daher für Hunde und Katzen leicht zu fangen.
  • Junghasen vertrauen in den ersten Lebenswochen auf ihre Deckung und flüchten nicht – sie sind daher für Hunde und Katzen leicht zu fangen.
  • Foto: Michael Breuer
  • hochgeladen von Katharina Gollner

Nach dem Warmwettereinbruch im Jänner und Februar haben die Feldhasen bereits Junghasen gesetzt. Daher appelliert der Niederösterreichische Jagdverband an alle Freizeitnutzer und Hundebesitzer, die Wildlebensräume zu respektieren, sich leise zu verhalten und Jungtiere keinesfalls zu berühren oder mitzunehmen.

BEZIRK TULLN (pa). Über die Situation im Bezirk Tulln berichtet Bezirksjäger Alfred Schwanzer:"In der Region haben wir bei den Hasenstrecken gegenüber dem sehr schlechten Vorjahr eine deutliche Steigerung feststellen können, über zwei Jahrzehnte aber einen deutlichen Rückgang. Der Straßenverkehr schlägt sich zusätzlich mit 25% zu Buche. Herumstreunende Katzen die teilweise über Nacht jagen, sind meiner Meinung nach, eine größere Gefahr für die Junghasen als Hunde die meist angeleint im Revier anzutreffen sind."

 „Die Junghasen werden nur einmal täglich gesäugt, daher erweckt es den Eindruck, als seien sie verstoßen worden. Doch die Häsin bleibt zur Feindvermeidung absichtlich fern. Man sollte sich den Junghasen auch keinesfalls nähern, da sie in den ersten Lebenswochen auf ihre Deckung vertrauen und nicht flüchten. Durch die Annäherung sind sie aber enormem Stress ausgesetzt, der sie anfälliger für Krankheiten macht“, betont Landesjägermeister Josef Pröll. 

Über den Niederösterreichischen Jagdverband

Der NÖ Jagdverband ist die Interessenvertretung der rund 35.400 Jägerinnen und Jäger in Niederösterreich. Im Interesse seiner Mitglieder setzt sich der NÖ Jagdverband für gute Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Jagdwesen auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene ein. Im Interesse des heimischen Wildes kümmert er sich um den Erhalt und die Verbesserung von Lebensräumen, um so für einen artenreichen und gesunden Wildbestand in Niederösterreich zu sorgen, der im Einklang mit der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung des Landes steht.

Autor:

Katharina Gollner aus Tulln

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