Betrugsmasche
Alberndorfer entlarvte Betrug bei Autoverkauf

Vor einem Preisnachlass einen Fachmann die Angelegenheit begutachten lassen.
  • Vor einem Preisnachlass einen Fachmann die Angelegenheit begutachten lassen.
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  • hochgeladen von Gernot Fohler

ALBERNDORF (fog). Vor Kurzem inserierte ein Alberndorfer seinen Audi im Internet und er nimmt stark an, dass er einer Betrugsmasche entgangen sei. Denn: 30 Minuten nach der Veröffentlichung im Netz hätte sich ein Ungar gemeldet, der in drei Stunden in Alberndorf sein wollte, um das Auto zu begutachten bzw. Probe zu fahren.
Allerdings kamen zwei Männer, nicht wie vereinbart um 15 Uhr, wo es noch hell ist, sondern erst um 20 Uhr bei absoluter Dunkelheit. Eine Autopanne hätte sie aufgehalten. Das Gespräch und die Probefahrt seien normal verlaufen.

Kaufpreis drücken

Aber zu guter Letzt wollten die beiden, die sich als Ungarn ausgaben – nach Meinung des Mühlviertlers waren es Rumänen – noch unter die Motorhaube schauen, um den Ölstand und den Kühlbehälter zu kontrollieren. Der Alberndorfer ist davon überzeugt, dass hier ein Ablenkmanöver stattfand, weil die beiden auf einmal mehr geredet und gescherzt hätten. Während der Kühlmittelbehälter offen war und nach einigen Wortwechseln hätte einer der beiden Männer den Finger reingesteckt. "Und siehe da, statt Kühlmittel war tiefschwarzes Öl am Finger", so der Audibesitzer. Normalerweise sei das ein Hinweis auf einen Motorschaden und die potenziellen Käufer wollten den Kaufpreis um 2.500 Euro drücken. Der Alberndorfer war sich sicher, dass etwas nicht stimmen kann, weil er unmittelbar davor das Kühlmittel kontrolliert hatte. Er schickte sie fort.

ÖAMTC kennt Methode

Der Alberndorfer recherchierte später im Internet und kam darauf, dass diese Vorgangsweise eine durchwegs gängige Betrugsmasche ist.
Der Urfahraner Polizei sind auf Bezirksebene solche Häufungen nicht bekannt. "Ich vermute aber, dass solche Versuche selten bei der Polizei angezeigt werden", sagt der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Erwin Pilgerstorfer. Laut dem ÖAMTC komme es schon hin und wieder vor, dass bei einem Fahrzeugkauf Mängel mit fadenscheinigen Argumenten vorgetäuscht werden, aber Öl im Kühlbehälter sei nicht immer die Methode. "Vor einem Preisnachlass unbedingt einen Fachmann drüberschauen lassen", empfiehlt der ÖAMTC-Techniker Dieter Lepschy. Generell gäbe es die Möglichkeit einer Kaufüberprüfung durch den ÖAMTC. Zumindest würde laut Lepschy dem Alberndorfer kein größerer Schaden am Auto bleiben: "Das Kühlsystem kann gespült werden. Bauteile werden dadurch nicht kaputt.

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