Lichtverschmutzungen
Drei Licht-Mess-Stationen in Urfahr-Umgebung

Die Lichtmessdaten des Landes OÖ können live im Internet verfolgt werden (im Bild Armin Kaspar mit Landesrat Stefan Kaineder). 

 | Foto: Land OÖ/Lina Spenlingwimmer
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Oberösterreich schreitet im Kampf gegen die Lichtverschmutzung voran. Das Lichtmessnetz wird modernisiert. In Urfahr-Umgebung gibt es drei Messstationen – eine im Steyregger Ortsteil "Im Weih" und zwei weitere auf der Giselawarte in Lichtenberg und auf der Sternwarte Davidschlag in Kirchschlag.

URFAHR-UMGEBUNG/OÖ. Die Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf den Menschen sind deutlich spürbar. Ein Beispiel dafür sind Schlafstörungen, deren Ursache in der Hemmung des Schlafhormons Melatonin liegen. Grund dafür kann ein Übermaß an künstlichem Licht sein. Auch für die Tier- und Pflanzenwelt stellt die Lichtverschmutzung ein Problem dar. Nachtaktive Tiere können durch künstliche Lichtquellen ihre Orientierung verlieren, das erschwert Fortpflanzung und Nahrungssuche. Das nächtliche Kunstlicht kann bei Pflanzen den Wachstumszyklus verändern, sodass Laubgewächse im Herbst ihre Blätter zu einem späteren Zeitpunkt verlieren und so anfälliger für Frost werden.

Wie unterschiedlich sich der Nachthimmel an verschiedenen Standorten darbietet, zeigen die Fischaugen-Nachtaufnahmen bei den Stationen (von links nach rechts): Kirchschlag Davidschlag im Mühlviertel (21,4 mag), Linz Sternwarte (19,6 mag) und Linz Goethestraße (18,9 mag) bei gleichen Kameraeinstellungen.  | Foto: Land OÖ/Abteilung Umweltschutz
  • Wie unterschiedlich sich der Nachthimmel an verschiedenen Standorten darbietet, zeigen die Fischaugen-Nachtaufnahmen bei den Stationen (von links nach rechts): Kirchschlag Davidschlag im Mühlviertel (21,4 mag), Linz Sternwarte (19,6 mag) und Linz Goethestraße (18,9 mag) bei gleichen Kameraeinstellungen.
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„Sorgsamer Umgang mit Licht ist eine der großen Herausforderungen im Umweltschutz. Beim Eindämmen der Lichtverschmutzung wollen wir weiterhin als Vorreiter die notwendigen Maßnahmen setzen. Das Umweltressort unterstützt die Gemeinden mit Förderprogrammen und fachlicher Expertise schon seit langem. Nun möchten wir das Bewusstsein weiter schärfen und ins Tun kommen. Denn unser Ziel muss sein, dass wir schädliche Licht- und auch Energieverschwendung schrittweise verringern“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Seite 2014

Mit dem oberösterreichischen Lichtmessnetz wird die nächtliche Himmelsaufhellung seit dem Jahr 2014 aufgezeichnet. Auf diese Weise kann die langfristige Entwicklung der Himmelsaufhellung in OÖ beobachtet werden. Der Trend zeigt einen jährlichen Anstieg von bis zu fünf Prozent an manchen Stationen, wobei es einen großen Unterschied von urbanen Gebieten im Vergleich zu ländlichen Regionen gibt.

23 Stationen in OÖ

Aktuell wird dieses Lichtmessnetz modernisiert. Ziel ist es, die Erfassung der Aufhellung maßgeblich zu verbessern und aktuelle Daten für die Eindämmung der Lichtverschmutzung zu generieren. Insgesamt befinden sich aktuell 23 Messstationen in Oberösterreich, die jede Nacht die Himmelsaufhellung ermitteln.

Alle Informationen zum Lichtmessnetz findet man unter:
https://www.land-oberoesterreich.gv.at/159659.htm

Die Lichtmessdaten des Landes OÖ können live im Internet verfolgt werden (im Bild Armin Kaspar mit Landesrat Stefan Kaineder). 

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Lichtkoordinator Armin Kaspar und Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder brachten die neue Lichtmessstation in der Linzer Goethestraße an.  | Foto: Land OÖ/Lina Spenlingwimmer
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