Stetige Verbesserung
Neues Projekt von eMagnetix wird gefördert

AK-Präsident Johann Kalliauer (links) übergibt mit Roboterhund Spot das Zertifikat an eMagnetix-Geschäftsführer Klaus Hochreiter.
  • AK-Präsident Johann Kalliauer (links) übergibt mit Roboterhund Spot das Zertifikat an eMagnetix-Geschäftsführer Klaus Hochreiter.
  • Foto: AK OÖ
  • hochgeladen von Veronika Mair

Die Arbeiterkammer OÖ unterstützt das Projekt „work and communicate digital“ des Bad Leonfeldener Unternehmens eMagnetix mit dem Zukunftsfonds.

BAD LEONFELDEN. Gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten stehen bei der Firma eMagnetix im Vordergrund. Schon im Jahr 2018 wurde mit der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn eine Vorreiterrolle übernommen. Jetzt sind mobile Arbeitsplätze und eine Vier-Tage-Woche dazugekommen. Außerdem wird die E-Mail-Zustellung in der Freizeit deaktiviert. Die Arbeiterkammer Oberösterreich übernahm im Rahmen ihres Zukunftsfonds die Hälfte der Kosten für das Projekt „work and communicate digital“. Gegründet im Jahr 2009, sah sich das Online-Marketing-Unternehmen eMagnetix immer wieder mit der Herausforderung konfrontiert, neue qualifizierte Arbeitskräfte zu finden und zu halten. Daher wurde 2018 mit dem Projekt „#30sindgenug“ eine 30-Stunden-Woche umgesetzt – bei Vollzeit-Gehalt. Neben österreichweiter Bekanntheit und Auszeichnungen als besten Arbeitgeber gab es seit der Umstellung noch zufriedenere Mitarbeiter.

„Unser Slogan ist: Geht’s unseren Beschäftigten gut, geht’s unseren Kunden gut, dann geht’s auch dem Unternehmen gut“, sagt Geschäftsführer Klaus Hochreiter.

Viele Maßnahmen für Mitarbeiterzufriedenheit

Mit dem Projekt „#30sindgenug 2.0 – work and communicate digital“ wurden 2019 weitere Verbesserungen für die Beschäftigten umgesetzt. So ist es nun möglich, flexibel zwischen zwei Modellen einer Vier-Tage-Woche oder einer Fünf-Tage-Woche zu wählen. Auch die Zustellung von E-Mails wird zwischen 20 und 5 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen deaktiviert, um die Trennung von Beruf und Freizeit sicherzustellen. Mit einer neuen Hard- und Software wird zudem digitale Zusammenarbeit vereinfacht und mehr Home-Office ermöglicht.
Die Arbeiterkammer förderte im Rahmen ihres Zukunftsfonds 50 Prozent der Kosten. Präsident Johann Kalliauer übergab bei einem Treffen im Ars Electronica Center Linz mit Hilfe von Roboterhund „Spot“ das Zertifikat für den erfolgreichen Projektabschluss. „eMagnetix ist wirklich ein Musterbeispiel. Viele der einzelnen Maßnahmen könnten ganz einfach auch in anderen Firmen umgesetzt werden, statt immer nur den Fachkräftemangel zu bedauern“, so Kalliauer.

Mit AK-Zukunftsfonds werden Projekte zur Digitalisierung gefördert

„#30sindgenug 2.0 – work and communicate digital“ ist ein weiteres Vorzeigeprojekt im Rahmen des AK-Zukunftsfonds, der seit seiner Gründung im Frühjahr 2019 bereits 147 Projekte in ganz Oberösterreich unterstützt und damit rund 70.000 Beschäftigte erreicht hat. Ansuchen können Unternehmen, Vereine oder Betriebsräte, die die Arbeitsbedingungen der Menschen in unserer digitalisierten Welt verbessern wollen oder sich die Digitalisierung zu nutzen machen, um Arbeit zu erleichtern. Bis 30. November 2021 können neue Anträge gestellt werden. Alle Infos unter arbeitmenschendigital.at



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