07.02.2018, 11:19 Uhr

"Auch bei Tieren beginnt Gesundheit bei Zähnen"

Tierarzt Gerhard Biberauer beim Zähneputzen seiner Labradorhündin. (Foto: Gerhard Biberauer)

Die moderne Zahnheilkunde macht es möglich, die Zähne auch bei Tieren zu korrigieren oder zu retten.

ENGERWITZDORF (vom). Die Kleintier-Ordination Mittertreffling bei der Autobahnauffahrt Treffling besteht bereits seit 20 Jahren. Tierarzt Gerhard Biberauer behandelt hier Kleintiere wie Hunde, Katzen, Heimtiere, Vögel und Exoten medizinisch. Neben Impfung, Krankheitsbehandlung, Kastrationen und Operationen und versorgt er auch alle Notfälle mittels Röntgen, Ultraschall, EKG und eigenem Blutschnell-Labor. Zudem wird auch Audiometrie (Gehörtest) für Tiere angeboten und auf Wunsch auch mit Komplementärmedizin (Homöopathie und Akupunktur) behandelt. Der Schwerpunkt der Ordination liegt allerdings bei der Zahnheilkunde für Tiere. "Gesundheit beginnt auch bei Tieren bereits bei den Zähnen. Erkrankungen der Mundhöhle sind eine der häufigsten in der tierärztlichen Praxis diagnostizierte Erkrankung von Hund und Katze", erklärt Biberauer. Mehr als 80 Prozent der Hunde und Katzen über drei Jahren haben laut dem Tierarzt Zahnprobleme wie Zahnstein und Paradontalerkrankungen. Letztere können auch Leber- und Nierenerkrankungen verursachen.

Tägliches Putzen als beste Vorbeugung

Alle Vierbeiner, inklusive Nagetiere und Kaninchen, können sich aber auch an den Zähnen verletzen und somit genauso unter Schmerzen leiden. In der modernen Zahnheilkunde ist es möglich, die Zähne unter anderem mit Kronen zu versorgen oder Fehlstellungen, die Schmerzen verursachen, zu korrigieren. "Zahngesundheit ist extrem wichtig für die Gesundheit der Haustiere. Wenn die Zähne saniert sind, werden die inneren Organe nicht geschädigt. Die Tiere fressen besser, sind schmerzfrei und haben mehr Lebensfreude", so Biberauer. In diesem Zusammenhang hat der Engerwitzdorfer Tierarzt auch mitgeholfen, die Österreichische Gesellschaft für Tierärztliche Zahnheilkunde (www.oegtz.at) zu gründen. Ziel ist es, den praktizierenden Tierärzten Ausbildungen anzubieten, um die Zahnheilkunde bei Tieren besser zu etablieren. Der ÖGTZ ist es auch gelungen, den wichtigsten europäischen Kongress für Zahnheilkunde bei Tieren, das European Veterinary Dental Forum (www.evdf.org) 2018 nach Innsbruck zu bringen. "Auch Tiere haben ein Anrecht auf Schmerzfreiheit und gesunde Zähne. Die beste Vorbeugung ist wie beim Menschen, das regelmäßige tägliche Zähneputzen mit speziellen Tierzahnpasten und -bürsten und die Kontrolle beim Zahn-Tierarzt", sagt Biberauer.
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