11.01.2018, 12:51 Uhr

Puchenauer Protestmarsch gegen Radweg südlich der B127

Etwa 200 Puchenauer nahmen sich Mittwochnachmittag Zeit ihren Unmut über die Radwegpläne in Form eines Protestmarsches kundzutun.

PUCHENAU (fog). Das "überparteiliche Aktionskomitee", das aus den Interessenvertretungen der beiden Gartenstädte und dem Verschönerungsverein besteht, wehrt sich vor allem gegen den touristischen Radverkehr auf der südlichen Seite der B127. Mit 500 Unterschriften und jetzt mit dem Protest-Event wollen sie ein Zeichen setzen. Die Hauptsorge: Bei einer Verlängerung der Radhauptroute von Puchenau bis Ottensheim fahren Kolonnen von Fahrradtouristen entlang der beiden Gartenstädte. Zunächst ist aber geplant, dass der Radweg vom Treppelweg nördlich des Fernheizhauses und südlich der Mühlkreisbahn an einer engen Stelle vorbeiführt. Anschließend verläuft er in der Wilheringerstraße bzw. parallel zur Mühlkreisbahn weiter bis zur B127-Unterführung Hammerschmiede, wo er dann wieder in den alten Radweg einmündet. Das Aktionskomitee kritisiert, dass es noch keine detailierte Planung gibt: "Es kommt mir vor, als planen sie ein Haus und wissen nicht wie das Dach aussieht", sagt Wolf Dieter Albrecht, einer der Sprecher. Judith Ertl, die zweite Sprecherin des Aktionskomitees versteht erstens nicht die lockere Umgehensweise mit Steuergeld, das in anderen Bereichen fehlen würde und kritisiert die Dialogverweigerung: "Unsere drei Briefe mit einem Fragenkatalog weshalb der Plan abgeändert wurde, blieben unbeantwortet. Die behauptete Bürgernähe vermissen wir."

Steinkellner: "Verkehrsinfarkt auf B127"

Von der Verlegung des Radwegs zwischen Linz-Urfahr und Puchenau von der nördlichen auf die südliche Seite der Rohrbacher Straße (B127) wird FPÖ-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner voraussichtlich aber nicht mehr abgehen. Als Reaktion auf den Protest der Puchenauer schreibt er in einer Presseaussendung: "Die Neugestaltung einer leistungsfähigen und sicheren Radhauptroute verhindert den Verkehrsinfarkt." Durch den Bau des Linzer Westrings (A26) muss gezwungermaßen der alte Radweg nördlich der B127 auf die Südseite unterhalb der neuen Brücke auf dem jetzigen Treppelweg verlegt werden. Bei der ursprünglichen Variante wäre der Radweg aber zwischen Urfahr und Anschlussmauer wieder auf die Nordseite gewechselt. Von diesem Plan kamen die Asfinag und Steinkellner wieder ab. Zuerst wurde nur mit den hohen Kosten für die Untertunnelung argumentiert und später vor allem mit dem Plus an Sicherheit für die Radfahrer auf der künftigen 3,5 Meter breiten Radhauptroute. Als neuestes Argument bringt Steinkellner eine notwendige zehnmonatige Fahrstreifensperre auf der B127 vor. Jeweils nur ein Fahrstreifen nach Linz und einer nach Ottensheim würden zur Verfügung stehen. Das Sicherheitsthema ist nach wie vor ein wesentlicher Faktor für Steinkellner: "Für den bestehenden Radweg nördlich der B127 hätten Verbesserungen nur sehr eingeschränkt realisiert werden können. Verbreiterungen sind nordseitig darüber hinaus nicht durchgehend möglich und Einmündungen von Querstraßen hätten nicht immer verkehrssicher umgebaut werden können."
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