Gailtal
Es hätte schlimmer kommen können

Sind stolz auf ihren Gemüsehof und die zahlreichen Gemüsesorten, die dort angebaut werden und auch in der heimischen Gastronomie großen Anklang finden: Susanne Enzi und Stefan Bachmann lieben das bunte Grünzeug.
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  • Sind stolz auf ihren Gemüsehof und die zahlreichen Gemüsesorten, die dort angebaut werden und auch in der heimischen Gastronomie großen Anklang finden: Susanne Enzi und Stefan Bachmann lieben das bunte Grünzeug.
  • Foto: Schauerte
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Wettertechnisch war 2021 bisher kein "normales" Jahr. Doch wie geht es der Landwirtschaft damit?

GAILTAL. "Der Sommer war ganz in Ordnung", erklärt Stefan Bachmann, Gemüse-Bauer im Gailtal. Doch wie in nahezu jedem Jahr haben dem engagierten Landwirt bei manchen Sorten auch heuer verschiedene Schädlinge die gute Laune verdorben. "Im letzten und vorletzten Jahr waren es die Feuerwanzen, die plötzlich meine Kohlpflanzen besonders mochten", erinnert er sich. "Dieses Mal waren es weniger von ihnen."

Genaue Beobachtungen

Die Tierchen, die noch dazu unangenehm riechen, wenn man sie anfasst, fressen große, sichtbare Löcher ins Gemüse und das ist dann nicht mehr verkäuflich. Dort, wo das Wetter etwas kühler beziehungsweise Schatten war, waren es weniger, weiß Bachmann, der die Tierchen und ihre Verbreitung genau beobachtet hat. Sie sind wohl eher Sonnenanbeter. Neu im Programm ist auf dem Gemüsehof Kunz heuer der weiße Zuckermais. "Im ersten Jahr ist es immer spannend", sagt Bachmann, der den Hof gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Susanne Enzi, den Eltern und Schwiegereltern bewirtschaftet und 2018 von der Landwirtschaftskammer sogar mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurde.

Leichte Ausfälle im Frühjahr

Er fügt hinzu: "Das ist immer spannend. Nur die erste Ernte hat unter dem kühlen Wetter im Frühjahr etwas gelitten." Insgesamt ist der Gemüsebauer, der auf insgesamt fünf Hektar Freiflächen und 1.000 Quadratmetern Gewächshausflächen unzählige Sorten von Erdäpfeln über Salat und Karotten bis zu Topinambur vieles anbaut und sein Gemüse auch an die Hauben-Gastronomie liefert, zufrieden. Auch Meteorologe Gerhard Hohenwarter (ZAMG) bestätigt, dass der 100-jährige Kalender als Orientierung für die Bauern längst nicht mehr so zuverlässig ist: "Das liegt auch daran, dass das Wetter nicht mehr so typisch ist. Heuer war es zum Beispiel im Juni, ungewöhnlich für die Jahreszeit, sehr kühl und feucht. Der Juli war wiederum extrem heiß und feucht."

Expertenmeinung

Und der Experte geht sogar noch einen Schritt weiter: "Es war sogar der wärmste Sommer in einer 200-jährigen Messgeschichte und damit ein deutliches Zeichen für eine Klimaerwärmung." Zu 100 Prozent zufrieden ist auch Heimo Oberauner, der auf seinem Hof in Treßdorf unter anderem 20 verschiedene Kartoffelsorten anbaut, mit der Ernte 2021 nicht. "Von Kollegen aus Oberösterreich weiß ich allerdings, dass es dort schlimmer ist und wir im Gailtal uns noch glücklich schätzen können", sagt er. Lediglich der Mais sei bei ihm heuer unter den Erwartungen geblieben, so Oberauner. "Das Wetter war insgesamt zu lange nass und feucht für manche Pflanzen", erklärt der Landwirt. "Dennoch sind wir im Großen und Ganzen nur leicht unterm Durchschnitt und können daher auch 2021 wieder eine große Vielfalt anbieten."

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