Am 28. Feber wird gewählt
Virusfrei in den Wahltag: Die Gemeinden sind gerüstet

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Am 28. Feber wird der Gemeinderat gewählt. Sandro Putzl aus der Gemeinde Finkenstein am Faaker See engagiert sich dabei erstmals als Wahlbeisitzer. „Ersatzmann war ich aber schon öfters,“ erzählt er. Ihm sei wichtig, dass man in der Gemeinde mithilft und sich aktiv einbringt. Auch er werde sich dem Nasenbohrer-Test unterziehen, um die nötige Sicherheit bieten zu können. „So soll jeder Wahlberechtigte seine Stimme nutzen können - ohne ausgesetztem Risiko“, sagt der 32-Jährige.
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    Am 28. Feber wird der Gemeinderat gewählt. Sandro Putzl aus der Gemeinde Finkenstein am Faaker See engagiert sich dabei erstmals als Wahlbeisitzer. „Ersatzmann war ich aber schon öfters,“ erzählt er. Ihm sei wichtig, dass man in der Gemeinde mithilft und sich aktiv einbringt. Auch er werde sich dem Nasenbohrer-Test unterziehen, um die nötige Sicherheit bieten zu können. „So soll jeder Wahlberechtigte seine Stimme nutzen können - ohne ausgesetztem Risiko“, sagt der 32-Jährige.
  • hochgeladen von Petra Wucherer

VILLACH LAND. An einem Wahltag treffen in der Regel viele Menschen zusammen. In Zeiten von Corona ohne vorher gesetzte Schutzmaßnahmen? - Undenkbar. Deshalb wurde von Seiten des Landes ein umfassendes Präventionskonzept an sämtliche Kärntner Gemeinden ausgehändigt. Ziel davon ist, dass das im Zusammenhang mit den Gemeinderatswahlen stehende Infektionsrisiko so gering wie möglich gehalten wird. Einen Überblick, wie dieses Konzept umgesetzt wurde, geben Franz Richau (Bürgermeister der Gemeinde Rosegg), Arnold Muschet (Amtsleiter der Gemeinde St. Jakob im Rosental) und Johannes Hassler (Amtsleiter der Gemeinde Finkenstein am Faaker See).

Großer Aufwand 

„Wahlen sind generell mit einem großen Aufwand verbunden. Doch durch Corona ist nochmal ein enormer Zusatzaufwand entstanden,“ weiß Hassler. „Das hindert uns jedoch nicht, uns strikt an die Empfehlungen des Landes zu halten,“ ergänzt Muschet. Diese reichen etwa vom Aufstellen von Desinfektionsspendern über einen großen Reservebestand an FFP2 Masken bis hin zum Ankauf von Plexiglasscheiben. Zudem wurde ein großes Kontingent an Kugelschreibern angeschafft, die von den Wählern mit nach Hause genommen werden können. Richau: „Der Gemeinde Rosegg wurden durch die Umsetzung der Schutzmaßnahmen circa 2.000 EUR an Mehrkosten verursacht.“

Ausweichen auf größere Räumlichkeiten 

Die Liste an Empfehlungen hat damit längst kein Ende gefunden. Muschet: „Wir haben vorab jedes Wahllokal besichtigt und beurteilt, ob der Mindestabstand gewährleistet werden kann.“ Andernfalls wurde auf größere Räumlichkeiten ausgewichen. So werde etwa in Maria Elend statt im Werkraum in der Aula der ehemaligen Volksschule gewählt werden. „In der Volksschule Rosegg wurde das Wahllokal vom Medienraum in den Turnsaal verlegt, da dieser, so Richau, eine viermal größere Fläche aufweist.“ Ähnlich verhält es sich in der Gemeinde Finkenstein. Hassler: „Bei jenen Wahllokalen, die zwei Eingänge besitzen, wird einer als Ausgang genutzt werden, um die Begegnung zwischen den Wählern möglichst kurz zu halten.“

Wahlbeisitzer werden getestet 

Das Präventionskonzept sieht auch vor, dass sich die Wahlbeisitzer eine Stunde vor Wahlbeginn dem Selbsttest (Nasenbohrer-Test) unterziehen sollen. „Diese Empfehlung wird durchgehend angenommen,“ können alle drei Herren vorab sagen. Die Gemeinde Rosegg hat die Testungen sogar insoweit selbst in die Hand genommen, als neben diesen auch die Antigen-Tests für die Wahlkommission zugekauft wurden.

Ansturm auf Briefwahl 

Einen regelrechten Boom hat die Briefwahl erfahren. „Der Trend zu den Wahlkarten ist so stark wie noch nie,“ sagt Hassler und ergänzt: „Bei der letzten Gemeinderatswahl wurden circa 370 Wahlkarten ausgegeben, während wir heuer mit einer Ausgabe von circa 1.700 Stück rechnen. Auch bei den anderen beiden Gemeinden sieht es ähnlich aus. In St. Jakob kam es fast zu einer Verdreifachung der Inanspruchnahme der Briefwahl von 320 auf 850 Wahlkarten. Rosegg kann eine Erhöhung von 12 auf 20 Prozent verbuchen.

Gemeinden beruhigen 

Durch die vermehrte Inanspruchnahme der Briefwahl wird am Wahltag selbst mit einem verhältnismäßig geringerem Wähleraufkommen gerechnet. Dennoch wird streng an den Empfehlungen des Landes festgehalten. Die Wahlbeisitzer kennen die Sicherheitsmaßnahmen, Wahlkabinen und Türklinken werden regelmäßig desinfiziert und es herrscht Maskenpflicht. „Unser Ziel ist es, den Wahltag auf diese Weise so sicher wie möglich zu gestalten,“ können Richau, Muschet und Hassler abschließend bestätigen.

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