Rollin'Toys - Biker Tour 2019 - Spendenrekord von 42.688,-- !!!!!!!!!

Hubert Stotter von der Diakonie nimmt die Spende der Rollin'Toys in der Rekordhöhe von 42.688,-- entgegen (Bild Kradreiter)
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  • Hubert Stotter von der Diakonie nimmt die Spende der Rollin'Toys in der Rekordhöhe von 42.688,-- entgegen (Bild Kradreiter)
  • hochgeladen von Eva Unterweger

Biker helfen Kindern - diese Motorrad Charity Tour wurde heute am 18. Mai 2019 zum 20. Mal durchgeführt. Jeder begeisterte Biker kann mitfahren, unabhängig von der PS Stärke oder dem Biketyp.

Vor 20 Jahren wurde erstmals der Erlös der Diakonie Waiern zur Verfügung gestellt, damals kam das Treffener Kinderheim Herrnhilf in den Genuss der Spende. Heuer soll damit Kindern aus schwierigen Verhältnissen, die in Wohneinrichtungen der Diakonie de La Tour leben, ein besonderer Urlaub ermöglicht werden, um ihnen ein wenig zusätzlichen Sonnenschein im wahrsten Sinn des Wortes zu schenken. Die Diakonie fördert und betreut an elf Standorten 250 Kinder und Jugendliche  und unterstützt diese mit sozialpädagogischen und therapeutischen Angeboten. Für besondere Urlaubsträume bleibt angesichts der 24- Stunden-Betreuung leider kaum ein Budget über. Die Rollin'Toys übergeben 100 % der Spenden an die Diakonie und wollen damit so vielen Kindern wie möglich einen Urlaubsgenuss erfüllen.

Aktueller Tourpate ist niemand geringerer als Peter Rohr, der heuer Kärntner des Jahres wurde. Obwohl er 2015 einen schweren Motorradunfall hatte, bei dem ihm fast der linke Arm abgerissen wurde, krönte sich der Kärntner 2018 mit dem Laufsieg in Magny Cours zum schnellsten Motorradrennfahrer mit Handicap und ist heute gedanklich mit von der Partie, schickte den Rollin’Toys sogar aus LeMans ein Foto.

Treffpunkt der Jubiläumsfahrt war ab 8.15 Uhr der Parkplatz des Parkhotels Villach. Musikalisch wurde man mit Livemusik der „Joe Summer Group“ begrüßt. Es war genügend Zeit für ein Frühstück, Fachsimpeln, Motorräder schauen, Leute treffen, sich mit Fanartikeln der Kradreiter bzw. vom Sponsor POLO einzudecken und natürlich spätestens jetzt zu spenden.

Wer Zahlen liebt: gezählte 382 Motorräder mit knapp 500 Bikern – super Sache. Nur zum Vergleich, vor 20 Jahren waren es 18 Bikes, die dem Kinderheim Herrnhilf knapp 600,-- übergeben konnten. Der Spendenstand im vorigen Jahr betrug exakt 254.183,58. Auf der Rollin'Toys Homepage gibts eine Statistik, wo man genau nachlesen kann, wieviel Geld pro Jahr reinkam und welche Projekte damit unterstützt wurden.

Um 10 Uhr wurde es laut und es lag diesmal nicht an den GTI’s. Nein, es ging los und alle starteten – bis auf einen. „Mein“ Trike, mit dem ich mitfahren sollte, streikte und das 3 Minuten vor dem Start. Na serwas…….. Jetzt war guter Rat teuer – aber am Rad sollte es nicht scheitern, waren ja genug Zweiräder zur Stelle und nachdem man auch ohne PS Stärke von der flotten Truppe sein konnte, hab ich gschwind Paul, meinen ehemaligen Arbeitskollegen gefragt, ob ich bei ihm aufhupfen darf. Er hat spontan (oder überrumpelter Weise – man weiss es nicht genau ;-)) Ja gesagt, schnell hab ich von Ulli die gelbe Support-Warnweste geholt und Paul überreicht und dann gings auch schon los, für lange Überlegungen bzw. Planungen blieb keine Zeit. Quer durch den Park vom Hotel über die Italienerstraße, Warmbaderbrücke, vorbei beim VEZ Richtung Gummern. Übers Krastal bei den schönen Steinstatuen und vielen Kurven kam spätestens jetzt mal Freude auf, obwohl die Bewölkung und der Blick auf schneebedeckte Berge keine Hitzewallungen erzeugte. Weiter durchs schöne Gegendtal, vorbei am Matthias Mayer Fanclub-Haus, entlang des Afritzer- und Brennsees durch Radenthein rauf Richtung Bad Kleinkirchheim. Wir waren schon am halben Berg, da sah ich unten im Tal immer noch Motorräder wie Ameisen auf der Strecke düsen, so lang war der Konvoi.

Ab Bad Kleinkirchheim setzte dann der Regen ein und ich war beim Hin- und Herüberlegen.Was tun? Regenschirm am Bike, damit die Kamera trocken bleibt, wäre vielleicht mal was anderes, aber eher nicht das Gelbe vom Ei. Keine Fotos mehr – auch keine gute Idee. Ich fummelte mir da während der Fahrt aus einem Obstsackerl ein Provisorium als „Trockenhaube“ und als „Scheibenwischer“ diente ein Tempo, mit dem ich das Objektiv trocknete. Die restliche Zeit saß ich drauf, damit es mir nicht davon flatterte. Es reichte schon, das meine Nerven flatterten, ich hatte im wahrsten Sinn des Wortes alle Hände voll zu tun inklusive Akkuwechseln. Bitte um Verständnis, dass ich diesmal nicht so viele Eindrücke wie sonst von der Landschaft und Umgebung einfangen konnte. Klar, die wunderschönen gelben Löwenzahnwiesen vereint mit dem typischen Jauchengeruch der frisch gedüngten Felder kennt man ja schon, aber eines fiel mir heuer auf – es dürfte ein kalter Winter gewesen sein, extrem viele Storch-Tafeln waren zu sehen ;-).

Das erste Mal grinste ich unter meinem regennassen Visier von links nach rechts, als ich wohlige Wärme unter meinem Hintern spürte. Paul hatte die Sitzheizung eingeschalten – aaah, war das fein, direkt ein Genuss. Wusste nicht mal, das Bikes sowas haben, wieder um eine Erfahrung reicher.

Gegen Mittag trafen wir bei der Diakonie in Waiern ein. Das aktuelle Gruppenfoto wurde geschossen. Die Schwindelfreien bestiegen die Feuertreppe, die anderen bevorzugten einen Logenplatz am Boden. Schön zu sehen, wie sich die Truppe von Jahr zu Jahr vermehrt. Danach genoss man Verpflegung von der Diakonie vom Allerfeinsten und man sah überall zufriedene Gesichter. Zufrieden, dass die Fahrt unfallfrei blieb und das es trotz Umdisponierungen in letzter Minute, bedingt durch die vielen Sperren und Staus durch die GTI´s, eine gelungene Tour wurde.

Hubert Stotter, Leiter der Stiftung de La Tour, sprach ein paar Worte und noch war ja die Spannung groß, keiner weiß, wie hoch der Spendenbetrag ausfallen wird. Normalerweise wird ja bereits an dieser Stelle die Summe bekanntgegeben, aber im Jubiläumsjahr ist vieles anders. Man wusste bereits, das unglaubliche 20.000,-- erreicht wurden, aber es konnte bis am Abend weiter gespendet werden und man hoffte natürlich auf noch mehr Euros.

Vor dem allgemeinen Aufbruch wurde Paul, mein spontan eingesprungener Chauffeur und "Retter in Not" durch Herwig Zimmermann zum Kradreiter geschlagen, so richtig mit niederknien und Überreichen des Kradreiter Emblems. Ehre wem Ehre gebührt....

Ulli, mein Trikefahrer, ist unerwarteter Weise in Waiern wieder aufgetaucht und zwar mit seinem "kleinen Drachen". Mit Hilfe vom Öamtc, Auto Unger, Hirn und Händen wurde der Übeltäter gefunden, eine neue Batterie an Ort und Stelle eingebaut und das Trike tuckerte wieder. So kam ich schlussendlich doch noch aufs Trike und genoss die Rückfahrt entlang des Ossiacher Sees. Nun weiss ich auch, dass das Gefährt durch einen VW Käfer Motor angetrieben wird. Ich lehnte mich auf meinem „Thron“ einfach zurück, den lässigen Motorsound in den Ohren und relaxte so richtig.

Ab 19.30 Uhr stieg in den Räumlichkeiten des Villacher Parkhotels die große Rollin’Toys & Friends Party mit der Liveband Flashpoint, die Hitmusik von den 80ern bis heute aufspielte und hier erfuhr man endlich, was die ganze Charity-Partie eingebracht hatte. Unfassbare, unvorstellbare, unbegreifliche 42.688,-- € kamen hier in den Spendentopf. Da fehlen einem einfach die Worte, wieviele Menschen hier die gute Sache der Rollin’Toys tatkräftigst unterstützt haben. Großartig und herzlichsten Dank an jeden Einzelnen.

Berichte, Fotos und Videos siehe auch Facebook: https://de-de.facebook.com/Kradreiter/

Autor:

Eva Unterweger aus Villach

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