Wernberg: Gutachten soll Lärmpegel messen

In der Sitzung wurde heftig diskutiert
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  • hochgeladen von Julia Astner

WERNBERG (aju/aw). Wie die WOCHE berichtete, sorgt das Postverteilerzentrum in Wernberg, Höhe Kaltschach, für Wirbel im Ort. Anrainer fühlen sich durch den Lärm massiv gestört. Kürzlich wurde deshalb sogar eine Bürgerinitiative mit Namen "Stille Post in Wernberg" gegründet. Bei einem Infoabend eben dieser Initiative wurden nun alle Parteien an einen Tisch geholt.

Verwunderung bei Anrainern

Geladen waren neben 26 Gemeindevertretern auch Bürgermeister Franz Zwölbar sowie der Lärmbeauftragte seitens der Gemeinde, Willibald Wutte, Vertreter von Bürgerinitiativen aus anderen Bundesländern sowie alle Anrainer. "Erschienen sind vier Vertreter der SPÖ und zwei Vertreter der FPÖ sowie der Herr Bürgermeister. Vorstellen wollte sich allerdings niemand", sagt ein wütender Anrainer.

"Leere Versprechungen"

Neben zwischenmenschlichen Dingen stand aber vor allem die sachliche Diskussion im Vordergrund. So klagte ein Anrainer, die Post hätte versprochen, südseitig zu verladen, was eine Lärmminderung bedeutet hätte. "Das stimmt aber offenkundig nicht", sagt der Anrainer. Auch das Vertrauen in die Gemeinde und deren Versprechungen sei für die Anwohner nicht mehr gegeben. Ein Bürger meinte sogar, er habe seit Beginn der Verladetätigkeiten keine Nacht mehr durchgeschlafen: "Herr Bürgermeister Sie müssen im Vorfeld entschuldigen, dass ich etwas aggressiver spreche, aber ich habe seit einem Monat nicht mehr durchgeschlafen."

Freiwilligkeit

Auch Bürgermeister Zwölbar äußerte sich zu der Situation, indem er sagte, er habe zum Verantwortlichen der Post ein gutes Verhältnis und habe mit ihm vereinbart, sich freiwillig an bestimmte Vorschriften zu halten. "Ich habe mit Herrn Fischer vereinbart, dass er sich auch ohne gesetzlicher Grundlage, freiwillig an alle Vorschriften der Betriebsanlagengenehmigung zu halten hat", sagt Zwölbar. Das Ergebnis eines Abends voll hitziger Diskussionen ist schließlich die geplante Erstellung eines Lärmgutachtens.

Gutachten wird erstellt

Das Gutachten könne aber erst erstellt werden, wenn die Witterung es zulasse, was bei einer durchlässigen Schneedecke nicht gegeben sei. "Der früheste Termin ist März oder April. Dann werden Messungen an verschiedenen Punkten durchgeführt, sowohl bei Tag als auch in der Nacht", sagt der Gutachter. Danach sollen Lärmquellen evaluiert und mit den Anrainern eine Lösung gefunden werden. "Schnellschüsse bringen hier nichts." Vonseiten der Anrainer aber soll aber am 14. Dezember eine Demonstration aller Bürgerinitiativen in Hall in Tirol, Langenzersdorf und Wernberg folgen. Gemeinsam wollen sie ein Zeichen gegen das Vorgehen der Post setzten.

Zur Demonstration

Für die geplante Demonstration steht auch schon ein Datum fest. Am 14. Dezember soll von vier bis sieben Uhr früh die Goritschacherstraße bei der Zu- und Abfahrt zum Postverteilerzentrum von der Polizei gesperrt werden.

Gleichzeitig soll auch in den anderen Orten Österreichs, die ähnliche Probleme mit der Post haben, eine Demonstration stattfinden.
Denn auch in Inzersdorf, Langenzersdorf und Hall in Tirol gibt es bereits Bürgerinitiativen gegen die Post. Gemeinsam wolle man nun ein Zeichen setzen.

In der Sitzung wurde heftig diskutiert
Die Anrainer stellen sich 
gemeinsam der Sache

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