B&B Hotel Villach
"Das Hotel-Konzept gab es in Villach bisher nicht"

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Etwas verzögert im September diesen Jahres eröffnete das B&B Hotel in Villach. Die Leitung haben Kerstin Bruntnell und ihr Ehemann William über. Beide bringen viel internationale Erfahrung mit.

VILLACH. Gut 20 Jahre lebte Kerstin Bruntnell mit ihrer Familie in Südafrika, zuvor hatte sie auf Kreuzfahrtschiffen die ganze Welt bereist. Nun, seit vier Jahren, ist sie wieder zurück in der Heimat. Gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Söhnen haben sie sich nach anfänglichen "Startschwierigkeiten" gut eingelebt.

Villach bietet Vielfalt

Vor allem in der Draustadt fühlt sich die weltoffene Kärntnerin, aufgewachsen in Nötsch in Gailtal, "wohl". Hierhin hat sie auch der berufliche Weg verschlagen. Nach Stationen am Nassfeld und einem Jahr in einem Landgasthof ergriff sie die Chance mit ihrem Mann das B&B Hotel an der Gaswerkstraße zu leiten. "Unser internationaler Flair kommt uns bei vielen Gästen natürlich zugute", erzählt sie. Momentan schaukle man den Betrieb des B&B Hotels zu dritt, das Ehepaar hat einen weiteren Angestellten. "Natürlich müssen auch wir zusehen wie wir durch diese Corona-Zeit kommen." Den Start hätte man sich wahrlich leichter vorstellen könne, "eigentlich sollten wir mit ersten August starten, was sich auch alles super ausgegangen wäre, wäre da nicht der Corona-Lockdown gewesen". Schlussendlich wurde es Mitte September. Danach lief das Geschäft ganz gut an, "das Sommergeschäft war da natürlich schon gelaufen", weiß Bruntnell, auch die Harley-Fahrer – die trotz Absage der European Bikeweek kamen – habe man "nicht mehr erwischt", erzählt Bruntnell, selbst leidenschaftliche Harley-Fahrerin.

"Wir sind zufrieden"

Nun ist bekannterweise wieder alles zu, einige Gäste habe man dennoch im Haus. "In Anbetracht der Lage sind wir zufrieden, vor allem unter der Woche", sagt Bruntnell. Vor allem Arbeiter und Fachkräfte wie auch Geschäftsreisende nächtigen im Hotel. Berührungspunkte unter den Gästen gebe es – Corona-konform – so gut wie nicht, "wir achten auch beim Frühstück darauf. Es sind alle sehr diszipliniert", sagt sie. Nun hoffe man noch darauf, dass die Skisaison stattfinden kann, "mit der Gerlitzen nebenan wäre das für uns natürlich positiv". Dass das Hotel nicht der klassischen Feriendestination entspricht ist ihr klar, "aber auch das Urlaubsverhalten der Gäste ändert sich. Es gibt nicht mehr diesen oder jenen Gast. Menschen sind spontaner, fahren vielleicht eine oder zwei Nächte her", sagt sie.

Wir verstehen uns als Ergänzung

Das Konzept ihres Hauses sei ein wohlüberlegtes und eine optimale Ergänzung zum Villacher Hotelangebot, was es bisher "so" nicht gab, meint Bruntnell. "Wir sehen uns hier nicht als Konkurrenz. Denn wer im "Voco" (ehem. Holiday Inn) nächtigt, würde sich nicht im B&B-Hotel einquartieren", weiß sie.
Das B&B Credo ist: hochwertige Qualität plus Abstriche bei den Dienstleistungen ergibt günstige Zimmerpreise. Das Prinzip basiert auf einfacher Handhabe, der Check-In & Out ist rund um die Uhr kontaktlos möglich. Bezahlt wird vorab. Dennoch gibt es stets eine Ansprechperson vor Ort; diese kümmert sich auch um die Bestückung der Bar und des Frühstücks. Hier gebe es ein fixes Schema, erläutert Bruntnell, "manchmal würde ich ja gerne mehr machen, einen Reindling hinstellen, aber das geht dann nicht, weil der Gast es in einem anderen B&B auch erwarten würde", erklärt sie. Inzwischen gibt es 500 B&B Häuser europaweit. Und man expandiert. Demnächst soll auch ein B&B Hotel in Klagenfurt – in derselben Größenordnung wie in Villach – eröffnen, auch hier ist das Ehepaar Bruntnell für die Leitung im Gespräch.

Positiv in die Zukunft

Für die Zukunft ist die Familie positiv gestimmt, familiär haben sich die jugendlichen Söhne in der Schule gut eingelebt, mit der Leitung des B&B Hotels habe man das "Richtige" auf beruflicher Ebene gefunden. Die nächste Saison, so Bruntnell überzeugt, wird schon leichter werden. "Wir haben jetzt schon Anfragen für das kommende Harley-Treffen."
Nun bleibt noch allein das Klima der alten Heimat, welches sie ab und an vermisst. "Aber ein richtiger Winter hat ja auch etwas für sich", sagt sie, lacht und schließt: "Es ist wunderschön hier. Viel mehr lässt sich kaum sagen."

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Die Eckdaten

Eröffnung: 24. September
Zimmer: 95
Investitionssumme: 5 Millionen Euro
B&B-Hotels: Französische Dachmarke, 500 Häuser europaweit (außer dem englischsprachigen Raum), auch Hotels in Südamerika

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