06.12.2017, 08:12 Uhr

Gestatten: "Heiliger Nikolaus"

Im 4. Jahrhundert war in Kleinasien eine schreckliche Hungersnot
ausgebrochen,   bei der viele Menschen starben.
Man wartete tagelang auf Schiffe,
die Getreide aus Ägypten bringen sollten.
Der Bischof von Myra tröstete die verzweifelten Leute
und machte ihnen Hoffnung. Und wirklich, endlich kamen die Schiffe,
aber ein Seeräuberschiff versperrte die Einfahrt zum Hafen.
Die Seeräuber wollten die Schiffe nicht landen lassen,
bevor man das Seeräuberschiff mit Gold vollgeladen hatte.
Die Einwohner von Myra suchten daraufhin ihren ganzen Schmuck
und ihre Kostbarkeiten zusammen,
aber das Schiff konnte damit nicht einmal halb gefüllt werden.
Da stellten die Seeräuber eine weitere, noch schrecklichere Bedingung:
Für jedes fehlende Pfund Gold sollte ein Kind aus der Stadt an Bord
gebracht werden. Sie wollten die Kinder als Sklaven verkaufen.
Alle Eltern weinten und flehten die Seeräuber um Gnade an.
Aber diese gaben nicht nach.
Da holte der Bischof von Myra alle Schätze aus der Kirche
und gab sie den Räubern.
Nun konnten die Getreideschiffe in den Hafen einlaufen
und entladen werden.

Der Bischof von Myra war natürlich niemand anders als der heilige Nikolaus!

Bei uns kennt man heute noch den Brauch,
das Kinder dem Nikolaus ein Gebet oder einen vergnüglichen Spruch
aufzusagen, wenn er sie mit seinen Gaben besucht.
Erst nach dem gelungenen Vortrag, einer Reimerei,
lädt er dann seine Geschenke ab...

"Nikolaus, du guter Mann, schau mich nicht so grimmig an!
Gib mir lieber ein Geschenk, dass ich immer an dich denk.
Äpfel, Nüsse hätt' ich gern oder auch einen Zuckerstern!" 

(Text: aus dem alten Schul - Deutschbuch meiner Kinder)
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Kerstin Wutti aus Land Österreich | 06.12.2017 | 09:11   Melden
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Petra Maldet aus Neunkirchen | 06.12.2017 | 19:48   Melden
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Herta Goldschmied aus St. Veit | 06.12.2017 | 21:42   Melden
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Hans Baier aus Graz-Umgebung | 06.12.2017 | 21:45   Melden
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