Leichtere Ernährung im Sommer

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VÖCKLABRUCK (csw). "Im Sommer ist der Gesamtkalorienbedarf geringer", erklärt Allgemeinmediziner Helmut Retzek aus Vöcklabruck. Der Grund: Der Mensch verbraucht einen großen Teil seiner Energie, um die Betriebstemperatur von 37 Grad Celsius zu erreichen und zu erhalten.
Bei jemandem, der 70 Kilogramm wiegt, macht schon ein Temperaturunterschied von fünf Grad täglich 350 Kilokalorien aus. "Wenn es mehr als 24 Grad hat, ist es nahezu unmöglich, abzunehmen", so Retzek. Eis sei besonders ungünstig, da es Fett und Zucker enthalte. Fett, das gemeinsam mit Zucker gegessen wird, wird nicht verbrannt, sondern gespeichert. Probleme ergeben sich auch durch eiweißlastige Ernährung. Der Mensch braucht bei geringer körperlicher Belas-tung 30 bis 40 Gramm Protein am Tag. "Seit den 60er Jahren hat sich die durchschnittliche tägliche Eiweißaufnahme von 38 Gramm auf 140 Gramm erhöht", so Retzek. Die Folgen: Der Körper übersäuert, das Bindegewebe "versulzt". Dies führe zu Blutdruck- und Stoffwechselstörungen.

Keine Zwischenmahlzeiten

Retzek rät, Kohlenhydrate nicht durch Eiweiß, sondern durch saisonales Obst und Gemüse aus Bio-Anbau zu ersetzen. Das sichere die Versorgung mit Mikronährstoffen wie Magnesium, Kalzium, Kalium, Flavenoiden und Vitaminen. Essen sollte man es am Vormittag oder frühen Nachmittag, nicht nach Fett und Fleisch. Dies verlangsamt die Verdauung, das Obst beginnt im Magen zu gären, die entstehenden Fuselalkohole belasten die Leber. "Der Körper muss entschlacken, er braucht Ruhephasen. Daher nicht mehr als drei Mal, im Sommer nur zwei Mal am Tag essen", meint Retzek.

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