Alterssichtigkeit richtig behandeln
Lesebrille aus dem Supermarkt kann Untersuchung nicht ersetzen
- Primaria Tina Astecker, Leiterin der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie am Salzkammergut Klinikum warnt davor, dauerhaft und ohne ärztliche Untersuchung auf „Fertiglesebrillen“ zurückzugreifen.
- Foto: OÖG
- hochgeladen von Hannah Hingsamer
Schnell zur Fertiglesebrille greifen oder doch zum Augenarzt? Bei Alterssichtigkeit kann eine Untersuchung Klarheit schaffen.
VÖCKLABRUCK. Etwa ab dem 40. Lebensjahr verlieren die Augenlinsen an Elastizität. Die Folge ist meist eine sogenannte Presbyopie (Alterssichtigkeit). Fertiglesebrillen aus dem Supermarkt bieten bei Alterssichtigkeit eine rasche, einfache und günstige Lösung, sind jedoch nicht für alle Menschen und vor allem nicht als Dauerlösung geeignet.
Mehr als nur die Dioptrien
Primaria Tina Astecker, Leiterin der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck, empfiehlt deshalb bei einer Verschlechterung des Sehvermögens auf jeden Fall eine augenärztliche Untersuchung: „Diese Untersuchung geht weit über die Bestimmung der passenden Dioptrien hinaus. Sie berücksichtigt auch mögliche Unterschiede zwischen beiden Augen, eine Hornhautverkrümmungen, den Augeninnendruck, die Gesundheit der Netzhaut sowie frühe Anzeichen von Augenerkrankungen.“ Die Lesebrille eigne sich als Zweitbrille oder für kurze Anwendungen, etwa für das Lesen von Etiketten oder Speisekarten. Eine maßgefertigte optische Brille könne sie aber nicht ersetzen.
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