01.10.2014, 20:00 Uhr

Dialog für Jobchancen

Martina Obermaier, Kurt Kirchgatterer (Schatzdorfer Gerätebau) und Karin Gerhart (v.l.) unterstützen die Jugend. (Foto: AK OÖ)

Das Jugendnetzwerk Vöcklabruck und die regionale Wirtschaft fördern junge
Berufseinsteiger.

BEZIRK. Das Jugendnetzwerk Vöcklabruck trifft sich seit 2012 regelmäßig zur Abstimmung von Übergangsangeboten von der Schule in die Arbeitswelt und zum Informationsaustausch. Ziel ist mehr Transparenz, Kooperation und dadurch eine bessere Integration von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt. Vor kurzem fand ein erster Dialog mit Betrieben aus dem Bezirk Vöcklabruck statt. Vereinbart wurden regelmäßige Treffen, um gemeinsam über Lösungsansätze für die Region nachzudenken.

Schwieriges Lehrstellenmatching

„Für uns lag es nahe, nach der mittlerweile guten Vernetzung der Angebote nun auch mit den Betrieben der Region über die aktuellen Arbeitsmarkt-Herausforderungen nachzudenken und gemeinsame Anstrengungen zur Bewältigung zu überlegen“, begründet Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiterin Martina Obermaier, Initiatorin des Jugendnetzwerkes, die Einladung zum Dialog. „Derzeit sind 485 Jugendliche und junge Erwachsene bis 24 Jahre auf Arbeitssuche, 90 auf Lehrstellensuche. Dem stehen aktuell 84 sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber“, berichtet AMS-Chefin Karin Gerhart. Und dazu kommen noch insgesamt 764 Personen in Schulungen, davon rund 160 in speziellen Jugendangeboten. Auf den ersten Blick müsste für jeden Lehrstellensuchenden eine Lehrstelle zur Verfügung stehen. Warum das nicht so ist, erklärt Gerhart so: „Hier wird sehr gut sichtbar, dass gerade in ländlichen Gegenden aufgrund fehlender Infrastruktur und mangelnder Mobilität das Matching schwierig ist.“
Unterstützung am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt gibt es genug. Da sind zum einen die Unterstützungs-angebote des AMS, aber auch Berufsorientierungsangebote, Projekte, Beratungs- und Coachingangebote, wie Jugendcoaching, Jobcoaching oder auch Lehrlingscoaching. "Es ist für alle ein Gewinn, wenn wir durch regelmäßigen Austausch gemeinsam aus Erfahrungen lernen", so Obermaier.
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