Die Blaumeise
- hochgeladen von Hannelore Tiller
Die Blaumeise ist eine Vogelart der Gattung Cyanistes aus der Familie Meisen.
Der Kleinvogel ist mit seinem blau-gelben Gefieder einfach zu bestimmen und in Mitteleuropa sehr häufig anzutreffen.
Ihre Größe beträgt ca. 11,5cm, die Schnabellänge ca. 1 cm und ihr Gewicht ungefähr 10g. Blaumeisen werden durchschnittlich bis zu 5 Jahre alt. Viele Blaumeisen sterben in einem Alter bis zu einem Jahr durch ihre Fressfeinde.
Die Blaumeise sieht man in fast ganz Europa, außer auf Island und in Nordskandinavien. Sie gehört zu unseren einheimischen Vogelarten. Blaumeisen haben zwei Jahresbruten von April bis Juni. Sie können bis zu 15 Eier legen. Die Brutdauer beträgt 15 Tage und nach weiteren 20 Tagen im Nest (Nesthocker) sind die Jungen schon flügge.
Die Blaumeise bevorzugt tierische Nahrung, vor allem Insekten und Spinnen. Außerhalb der Fortpflanzungsperiode steigt die Bedeutung von Sämereien und anderer pflanzlicher Kost. Beim Nahrungserwerb fällt die Blaumeise durch ihre Geschicklichkeit auf, sie kann sich an die äußersten Zweige klammern und auch kopfüber hängend nach Nahrung suchen.
Außerdem fressen Blaumeisen insbesondere im Winterhalbjahr regelmäßig an künstlichen Futterstellen. Wenn vorhanden, werden diese auch in der Brutsaison genutzt.. Auf Grund ihrer Größe und dem feineren Schnabel im Vergleich zur Kohlmeise nimmt sie auch kleinere Nahrung auf, kommt aber auch mit Sonnenblumenkernen zurecht. Diese werden von ihr einzeln aufgenommen und auf einem Ast eines naheliegenden Baumes oder Strauches zerhackt. Sehr gerne nimmt die Blaumeise Fettfutter an: Meisenknödel, Vogelschmäuse, Haferflocken.
Der typische Reviergesang der Blaumeise beginnt mit zwei bis drei hohen, bei einer Frequenz von etwa 8 kHz liegenden, sehr ähnlichen Lauten, die meist mit „zizi“ oder „zizizi“ transkribiert werden.
Bei den Rufen der Blaumeise sind zwei verschiedene Typen von Alarmrufen sehr bedeutend, die klar unterschieden werden können. Der Alarm bei fliegenden Beutegreifern ist ein sehr hohes, lang gezogenes „ii“. Dieser Alarmruf ist dem in einer vergleichbaren Situation von anderen Singvögeln geäußerten Warnruf sehr ähnlich und wird auch artübergreifend verstanden.
Blaumeisen baden häufig und intensiv, neben Wasserbädern sind auch Bäder im Schnee zu beobachten.
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