Schmiede läuft wieder Fest - 655 ehrenamtliche Stunden für Instandsetzung nach Hochwasserschäden

Feierliche Eröffnung der Hackenschmiede beim „Schmiede läuft wieder Fest“ mit Günter Eck (v.li.), Josef Malfent, Michael Wimmer, Johann Gasperlmair, Diakon Josef Greifeneder, Hubert Mistlberger, Bürgermeister Erwin Stürzlinger, Obmann Robert Spitaler, Bezirkshauptmann Josef Gruber und Nachbarin Gabriele Eigner.
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  • Feierliche Eröffnung der Hackenschmiede beim „Schmiede läuft wieder Fest“ mit Günter Eck (v.li.), Josef Malfent, Michael Wimmer, Johann Gasperlmair, Diakon Josef Greifeneder, Hubert Mistlberger, Bürgermeister Erwin Stürzlinger, Obmann Robert Spitaler, Bezirkshauptmann Josef Gruber und Nachbarin Gabriele Eigner.
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Bad Wimsbach-Neydharting. Einem besonderen Augenblick fieberten die Verantwortlichen des Kulturvereins am 7. Mai entgegen. In der Wimsbacher Hackenschmiedes starteten sie mit dem "Schmiede läuft wieder Fest" in die Saison der Freilichtmuseen. Nach dem verheerenden Hochwasser von 2. auf 3. Juli im Vorjahr war das alles andere als eine Selbstverständlichkeit!

655 ehrenamtliche Stunden wendete das Schmiede-Team und Vorstandsmitglieder des Kulturvereins für die Instandsetzung des Wimsbacher Kleinods auf. Kulturvereins-Obmann Ing. Robert Spitaler, BEd skizzierte beim Festakt anschaulich wie ramponiert die Hackenschmiede durch die Wassermassen war. In diesem Zusammenhang dankte er den Freiwilligen Feuerwehren für den Hochwassereinsatz. Sein großes Dankeschön galt besonders seinem Team, welches tatkräftig und mit viel Engagement daran arbeitete, dass die Schmiede wieder jenes Kulturjuwel wird, welches es seit vielen Jahren war. Weiters führte er einige (Wimsbacher) Betriebe und großzügige Unterstützer an, die mit ihren Geld- oder Sachspenden wesentlich zum Gelingen beigetragen hatten.

Viele (Zahn-)Räder griffen ineinander

Die Wimsbacher Hackenschmiede ist eine rein mit Wasserkraft betriebene Schmiede. Hier drängt sich ein Vergleich mit einem Wasserrad nahezu auf. Es braucht viele "Einzelteile", um ein großes Ganzes zu erreichen. So holte Robert Spitaler einige besonders verdiente Persönlichkeiten, die mit vielen Einsatzstunden rund um die Wiederinstandsetzung beteiligt waren, vor den Vorhang. Auch eine Tafel, die von Wuppermann Metalltechnik aus Altmünster (WMT) mitgebracht wurde, erinnert nun im Inneren der Hackenschmiede daran.

Geschichte, Charme und Funktionalität

Nach dem feierlichen Durchschneiden des Bandes betraten die zahlreich erschienenen Gäste die Hackenschmiede. Die besondere Aura des Kulturjuwels ergriff sofort von jedem Besitz. "Bilderrahmen" und Glasfront holten das Wasser sowie das Zusammenspiel der Kräfte viel mehr in das Innere als das zuvor möglich war. Eine gelungene Symbiose aus historischer Tradition und zeitgemäßer Interpretation entstand.

Wie es Bürgermeister Mag. Erwin Stürzlinger und auch Bezirkshauptmann Dr. Josef Gruber in ihren Grußworten betonten: Bad Wimsbach-Neydharting ist nicht zuletzt durch das Zusammenhalten, das Herzblut und der vielen Talente, die sich aktiv einbringen, eine Vorzeigegemeinde.

Mit dem Segen von oben

Diakon Josef Greifeneder, dessen Vater ein angesehener Zimmerer in Bad Wimsbach-Neydharting war, segnete die Hackenschmiede. Mit dem guten Geist von oben starteten die Schmiede in eine neue Saison der Freilichtmuseen. Das "Schmiede läuft wieder Fest" war dazu ein erfolgreicher Auftakt.

Wissen:

Bereits im Jahr 1604 soll ein gewisser Hackenschmiedemeister Jakob Grünauer in Bad Wimsbach-Neydharting Hacken hergestellt haben. Eine erste gesicherte Erwähnung findet die Hackenschmiede im Jahr 1644 in den Wimsbacher Pfarrmatrikeln. Sie zählt somit zu den ältesten Schmieden Österreichs.
Öffnungszeiten: jeden 2. und 4. Samstag im Monat von 10:00 bis 11:00 Uhr sowie nach Voranmeldung beim Bürgerservice der Marktgemeinde Tel. 07245/250 55-0, gemeinde@bad-wimsbach.ooe.gv.at.

Autor:

Monika Neudorfer aus Wels & Wels Land

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