Erfreulicher Fund bei Bachabkehr
Die Nasen sind wieder im Mühlbach
- Jedes Jahr wird der Mühlbach zu Reinigungszwecken abgesenkt.
- Foto: Berg
- hochgeladen von Felix Aschermayer
Bei der diesjährigen Mühlbachabkehr in Wels machte Gewässerökologe Klaus Berg eine erfreuliche Entdeckung: Auffallend viele erwachsene Nasen tummelten sich im Mühlbach. Auch weniger Signalkrebse und viel eingesammelter Müll fallen positiv auf.
WELS. Mit der Bachabkehr im Mühlbach wird das Gewässer jedes Jahr zur unfreiwilligen Momentaufnahme. Heuer gab es dabei für den Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes, Gewässerökologe Berg, eine besondere Überraschung: Es waren auffallend viele adulte Nasen zu sehen.
Waren fast verschwunden
"Das hat es in den bestimmt letzten zehn Jahren so nicht mehr gegeben", sagt Berg. Die Nase gehört eigentlich zur heimischen Fischfauna der sogenannten "Barbenregion" in der die Traun in Wels liegt, war in der Gegend aber beinahe verschwunden. Vor einigen Jahren starteten die Österreichischen Bundesforste deshalb ein Wiederansiedelungsprojekt. Bei den folgenden Befischungen ließen sich allerdings kaum Nasen nachweisen. Nun scheint sich das Blatt zu wenden. "Offenbar hat es doch gefruchtet", freut sich Berg. Auch bei den Signalkrebsen fiel die Bilanz positiv aus. Bei der heurigen Bachabkehr waren deutlich weniger der eingeschleppten Krebse zu beobachten. Und noch etwas fiel auf: Im Zuge der Arbeiten wurde viel Müll aus dem Bachbett entfernt. Offenbar nutzten zahlreiche Menschen die Gelegenheit, den Mühlbach von Abfällen zu befreien.
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