Mitarbeiter angeklagt
Mutmaßlicher Erpresser des Magistratsdirektors vor Gericht
- Der 43-Jährige soll versucht haben, über Erpressung an eine Verbeamtung zu kommen.
- Foto: FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR
- hochgeladen von Christina Hartmann
Ein 43-Jähriger muss sich am Montag, 17. Februar, vor dem Richter verantworten: Er soll versucht haben, den Welser Magistratsdirektor zu erpressen. Ihm drohen nun bis zu fünf Jahre Haft.
WELS. Der Fall sorgte im November für Aufsehen, nun wird er bereits vor dem Welser Landesgericht verhandelt. Ein Mitarbeiter des Welser Magistrats soll versucht haben, keinen geringeren als seinen Magistratsdirektor Peter Franzmayr zu erpressen. In einer anonymen E-Mail habe er laut Anklage Franzmayr mitgeteilt, kompromittierendes Bild- und Videomaterial von ihm zu besitzen. Damit habe er zu erreichen versucht, dass er und andere Bedienstete des Rathauses verbeamtet beziehungsweise befördert werden.
Obwohl die elektronische Nachricht über einen japanischen Server verschlüsselt weitergesendet worden sei, habe man den Absender schnell eruieren können, hieß es damals aus dem Magistrat. Bei einer Hausdurchsuchung beim Beschuldigten seien damals mehrere Datenträger sichergestellt worden.
Der 43-Jährige ist nun wegen schwerer Nötigung und Erpressung angeklagt. Ihm drohen im Falle einer Verurteilung zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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