Verkehr als Herkulesaufgabe
Neues Mobilitätskonzept für Wels entsteht
- Mittels Drohnen und Computerprogramm werden die Mobilitätsströme der einzelnen Verkehrsteilnehmer in Wels analysiert und für ein Verkehrskonzept 2040 ausgewertet.
- Foto: Stadt Wels
- hochgeladen von Philipp Paul Braun
Das neue Mobilitätskonzept soll die Stadt verkehrstechnisch fit für das Jahr 2040 machen. Es soll laut zuständigem Stadtrat Stefan Ganzert (SPÖ) effizient, praktisch, aber auch umweltfreundlich sein und die Bewegungsströme in zukünftige Bahnen lenken.
WELS. Noch diesen April wurden die Weichen dafür im Gemeinderat gestellt. Die Stadtpolitik einigte sich auf die Auftragsvergabe zur Erstellung eines "nachhaltigen urbanen Mobilitätskonzeptes". Hier kam die Welser Firma Trafility GmbH zum Zug. Sie soll nun die Bedürfnisse von Menschen und Unternehmen in der Stadt und im Umfeld analysieren und darauf eingehen. Das scheint auch dringend notwendig, denn: Das letzte ganzheitliche Verkehrskonzept stammt laut Ganzert noch aus 1996.
Eine Herkules-Aufgabe
"Das kommende Konzept soll unter anderem die Neuerungen der vergangenen Jahre berücksichtigen und auf den stattgefundenen Paradigmenwechsel im Denken über Verkehr hin zur Mobilität eingehen", erklärt der Stadtrat und meint damit die Herausforderungen von Technologie, Klima, Stadtwachstum, Lebensqualität und den Umstieg auf aktive Mobilität sowie Freizeit und Tourismus. Rad- und Fußwege spielen hier laut Ganzert ebenso eine große Rolle wie die Attraktivierung des Busverkehrs. Auch die Sicherheit und eine Steigerung der Aufenthaltsqualität an öffentlichen Plätzen soll geschaffen werden.
- Rupert Doblhammer (Dienststelle Stadtentwicklung), Stadtrat Stefan Ganzert und Thomas Kuc (Trafility GmbH.)
- Foto: Stadt Wels
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Hightech-Datenerhebung
"Wir liefern mit unseren Erhebungen und Verkehrsanalysen die Grunddaten", erklärt Thomas Kuc von der Trafility GmbH: "Dazu setzen wir Drohnen ein, welche die Mobilitätsströme von oben genau beobachten." Laut ihm zeichnen die Flugmaschinen je acht Stunden lang alles unter sich auf – angefangen von Durchzugsverkehr bis hin zur Verweildauer auf Parkplätzen in der Innenstadt. Auch der erhöhte Verkehr während Großveranstaltungen wie Messen werde berücksichtigt. Die Computeranalyse der Daten ermögliche dann die Erstellung deines Konzeptvorschlags für eine Effizienzsteigerung. Parallel sollen die Ergebnisse einer Bürgerbefragung einfließen. Alle Welser seien dazu eingeladen, an dieser online teilzunehmen. Noch bis Anfang November kann man den Fragenkatalog zum Thema "Verkehr" auf der Internetseite der Stadt Wels unter wels.gv.at/mobilitätskonzept ausfüllen.
- Mittels Drohnen und Computerprogramm werden die Mobilitätsströme der einzelnen Verkehrsteilnehmer in Wels analysiert und für ein Verkehrskonzept 2040 ausgewertet.
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Mehr grüner Verkehr
Große Ansprüche an ein Mobilitätskonzept erheben die Welser Grünen. "Was wir fordern, sind ohnehin 'Klassiker'", meint Stadtrat Thomas Rammerstorfer: "Wir sind aber vorsichtig optimistisch." Gemeint ist hier der Ausbau des Rad- sowie des öffentlichen Verkehrs. Ein großes Thema sind für ihn die zusätzlichen innerstädtischen Schnellbahn-Haltestellen in der Gartenstadt, in der Maxlhaid sowie beim Max-Center. Laut Rammerstorfer solle man auch zusehen, dass mehr Züge in Wels Halt machen. Den Stadtplatz würde er am liebsten Pkw-frei sehen.
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