Aus drei Agrar-Fachschulen wird eine
Mistelbach und Bergheim ziehen ins abz Waizenkirchen
- Im Herbst 2026 startet der Unterrichtsbeginn im neuen ABZ Waizenkirchen.
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Die Zusammenlegung dreier Agrarfachschulen soll mehr Ausbildungsqualität für Jugendliche bringen. Die Fachschulen Mistelbach und Bergheim ziehen in das neue ABZ Waizenkirchen mit ein – das soll viele Vorteile für Schülerinnen und Schüler bringen.
WAIZENKIRCHEN, BUCHKIRCHEN. „Unsere landwirtschaftlichen Schulen sind ein Erfolgsmodell", erklärt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP): "Um rund 41,3 Millionen Euro entsteht mit dem ABZ Waizenkirchen Oberösterreichs modernstes agrarisches Ausbildungszentrum“. Zentrales Element ist die Zusammenführung der Fachschulen Waizenkirchen, Mistelbach und Bergheim.
Fachwissen aus Mistelbach
"Ein bisschen Wehmut schwingt schon mit", erklärt die Direktorin der Fachschule Mistelbach, Martina Fichtenbauer: "Die Bildungseinrichtung ist 140 Jahre alt und damit die älteste Hauswirtschaftsschule Oberösterreichs." Doch der Standort sei in die Jahre gekommen: Es fehle an der Infrastruktur, an neuen Räumen und an Freizeitmöglichkeiten für Internatsschüler – das könne auch das malerische Schloss als Bildungshaus nicht wettmachen. "Rein von der Lage her ist der neue Standort besser", so Fichtenbauer. Alles, worauf man stolz ist, soll mitgenommen werden: Das angesammelte Fachwissen und erarbeitete Kompetenzen. "Wir haben hier gelernt, das zu vermitteln, was 'Hauswirtschaft' eigentlich bedeutet." Das sei die Care-Arbeit in den Familien – ökologisch, ökonomisch und sozial wichtig. Laut der Direktorin sind die Schwerpunkte "Ökowirtschaft" und "Design" am Puls der Zeit. Gerade im ländlichen Raum biete das die Grundlage für Frauen, selbst Einkünfte zu generieren, etwas zu schaffen und innovativ tätig zu werden. "Die Landwirtschaft produziert, und die Haushaltswirtschaft veredelt."
- Der malerische Standort in Mistelbach wird nach 140 Jahren aufgelassen.
- Foto: Fachschule Mistelbach
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Vorteile am neuen Standort
"Hier können mehrere Fachrichtungen angeboten werden: Alles rund um zeitgemäße Land-, Betriebs- und Haushaltswirtschaft ist an einem Ort gebündelt", erklärt der Direktor des ABZ Waizenkirchen, Walter Raab. Das bringe mehr Wahlmöglichkeiten für die bis zu 400 Schüler in der Ausbildungszeit und für den Erwerb von Zusatzzertifikaten. Die Raumausstattung und die Angebote für Internatsschüler seien besonders attraktiv: jugend- und lernfreundlich. Das Augenmerk der Wohn-, Schlaf- und Lebensbereiche liege auf Privatsphäre, gesellschaftlichem Miteinander, Freizeitmöglichkeiten sowie Kommunikation. Insgesamt bietet das Internat 153 Schülern Platz – es gibt auch eine komplett barrierefreie Wohneinheit.
- Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger mit Martina Fichtenbauer und Walter Raab.
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Fusion als Prozess
"Die große Herausforderung wird der Zusammenführungsprozess", erklärt Raab: "Es handelt sich hier um eigene Welten, die in ein großes System gegossen werden." Eigene Arbeitsgruppen würden sich derzeit mit allen Themenbereichen beschäftigen, damit am 14. September, pünktlich zu Schulbeginn, ein guter Start hingelegt werden kann. Das betreffe auch das Lehrpersonal und die Bediensteten. "Wir arbeiten intensiv daran, zu einem gut funktionierenden Team zusammenzufinden." Hier helfe ein offener und respektvoller Umgang miteinander und dass Abläufe so geplant werden, dass sie funktionieren. Denn eines sei für Raab klar: "Im Mittelpunkt stehen unsere Jugendlichen, die wir auf dem Weg in den Beruf begleiten dürfen."
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