Abenthung: "Kritik läuft völlig aus dem Ruder!"

Bgm. Christian Abenthung: "Hier wird viel Porzellan und viel Vertrauen in die Pflegeheime zerschlagen!"
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Der Axamer Bürgermeister Christian Abenthung ist auch Vorsitzender des Altersheimverbandes westliches Mittelgebirge. In dieser Funktion ist ihm jetzt der Kragen geplatzt. Anlass für die schlechte Laune sind die Berichte über "Missstände in Alten- und Pflegeheimen", die in einem Bericht der Volksanwaltschaft "aufgedeckt" worden sind. Künftig soll in den Heimen öfter – alle drei Jahre – kontrolliert werden. Seitens des Landes soll eine Expertenkommission bis Ende Mai den Bericht der Volksanwaltschaft prüfen. Dass die Mutmaßungen über "Missstände" aber bereits öffentlich geworden sind, sorgt mindestens für ebenso viel Aufregung.

Land der Experten

"Bei allem Verständnis, dass über Missstände in Einzelfällen auch berichtet wird, läuft die Kritik über die Qualität der Pflegeheime in Österreich derzeit völlig aus dem Ruder," befindet der Vorsitzende. "Plötzlich fühlen sich viele bemüßigt und leider auch befähigt, lautstark Änderungen, Kontrollen und weiß Gott sonst was zu fordern. Wir leben ja in einem Land der Experten. Egal welcher angeblicher Skandal aufgedeckt wird – es wissen dann immer alle wie man es verhindern hätte können und wie man es besser machen kann."

Einladung zum Lokalaugenschein

Christian Abenthung schreitet entschlossen zur Tat: "Ich lade alle diese Experten ein, unser Haus Sebastian in Axams zu besuchen und sich ein Bild über die großartige Arbeit unseres gesamten Personals zu machen. Gerne können sie auch einige Zeit bei unseren Ehrenamtlichen, die eine so große Stütze und Hilfe für unser Pflegepersonal sind, mitarbeiten."
Verbesserung wären natürlich immer möglich, so Abenthung weiter: "Wo und in welcher Firma oder Organisation ist das nicht so? Wesentlich ist, dass die Arbeit im eigenen Bereich laufend evaluiert und verbessert wird. Öffentliche Zurufe und allgemeine und vor allem unreflektierte Kritik von außen ist hierzu alles andere als hilfreich."

Lösungsansätze frisch vom Schreibtisch

Interessant sind für Abenthung auch die Lösungsansätze für eine Verbesserung der Qualität der Pflegeheime, die vom Schreibtisch aus erdacht würden. "Mehr und bessere Kontrollen werden gefordert. Wohl wissend, dass es bereits ein umfangreiches Kontrollsystem in den Pflegeheimen gibt. Was wir wirklich brauchen ist mehr Personal und dafür natürlich auch die Bereitstellung der hierzu benötigten finanziellen Mitteln. Was wir brauchen ist eine öffentliche Wertschätzung des gesamten Personals in unseren Alten- und Pflegeheimen. Was wir nicht brauchen, ist eine Verunsicherung der älteren Bevölkerung die pflegebedürftig sind, und deren Angehörigen. Was wir nicht brauchen – auch nicht in Zeiten des Vorwahlkampfes auf allen Fronten – ist die politische Vereinnahmung eines für unsere Gesellschaft so wichtigen Themas."

Zerschlagenes Porzellan

Man könne davon ausgehen, dass auch dieses Thema in einigen Tagen wieder keines mehr darstellt, dass eine Schlagzeile wert ist. Abenthung: "Aber dann hat man viel Porzellan und vor allem viel Vertrauen in unsere Alten- und Pflegeheime zerschlagen. Dann interessiert wieder bis zum nächsten sogenannten Skandal kaum jemanden, mit welchem großen Einsatz des gesamten Personals in unseren Alten- und Pflegeheimen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Ressourcen gearbeitet wird."

Bgm. Christian Abenthung: "Hier wird viel Porzellan und viel Vertrauen in die Pflegeheime zerschlagen!"
Wer es genau wissen will, wird vom Altersheimverbands-Vorsitzenden zum Lokalaugenschein ins Haus Sebastian eingeladen.
Autor:

Manfred Hassl aus Westliches Mittelgebirge

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