Lehre
Lernen, was man fürs Leben braucht

Philipp und Sarah sind mittlerweile fixer Bestandteil des Teams.
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  • Philipp und Sarah sind mittlerweile fixer Bestandteil des Teams.
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Sarah und Philipp bereuen beide nicht, sich für eine Lehrausbildung entschieden zu haben. 

INZING (suit). "Im BORG habe ich nur auswendig gelernt, beim Arbeiten lerne ich, was ich wirklich für das Leben brauche." Sarah aus Kematen absolviert derzeit eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Weil ihr das Gymnasium zu eintönig war, entschied sie sich, eine Lehre zu beginnen. Auch wenn fast alle ihrer Freundinnen weiter zur Schule gegangen sind, bereut sie diesen Schritt bis heute nicht. Selbst, dass sie als Mädchen in der männerdominierten Baubranche arbeitet, ist für die heute 22-Jährige nicht hinderlich: "In unserem Betrieb haben alles was zu sagen und ich kann mich auch bei den Männern behaupten."

Lehre nach Matura

Philipp arbeitet mit Sarah in der gleichen Firma. Auch für ihn hatte das Gymnasium zu wenig Praxisbezug und so entschied er sich, nach der Matura eine Lehre als bautechnischer Zeichner anzuschließen. "Was ich in der AHS gelernt habe, habe ich schnell wieder vergessen, das angeeignete Wissen aus meiner Lehrzeit bringt mir heute noch was", so der 22-Jährige, der mittlerweile seine Ausbildung abgeschlossen hat. 

Vom Lehrling zum Chef

Sarah und Philipp sind bei der Firma BAUPULS - Planung/Baumanagement beschäftigt. Deren Chef, WK-Bezirksobmann Patrick Weber aus Oberperfuss, war einst selbst Lehrling und hat heute einen Betrieb mit zwölf Mitarbeitern. Der gelernte Zimmermann war zuerst Vorarbeiter, später Produktions- und Bauleiter sowie Polier. Schließlich absolvierte er die Zimmer- und Baumeister-Ausbildung. Mittlerweile ist Patrick Weber auch Bausachverständiger. Seit 2017 werden in seinem Betrieb Lehrlinge ausgebildet. Eine Entscheidung, die Weber nicht bereut hat: "Lehrlinge sind durch den Kontakt mit Kunden, Mitarbeitern und das eigene Einkommen relativ früh selbstständig." Was dem Bezirksobmann der Wirtschaftskammer stört, ist, dass die duale Ausbildung über viele Jahre schlecht geredet worden sei, mit dem Ergebnis, dass heute Facharbeiter fehlen. Für die Trendwende brauche es daher ein durchgängiges duales Aus- und Weiterbildungssystem auf die Lehre: "Es müsste möglich sein, nach der Lehre eine Weiterbildung auf das Niveau der Berufsbildenden höheren Schulen zu machen und darauf aufbauend einen Abschluss auf Masterniveau zu erreichen. Derzeit gibt es nur die Möglichkeit,  zusätzlich zur Lehre eine Matura zu machen und nicht darauf aufbauend."

www.meinbezirk.at

Autor:

Thomas Suitner aus Westliches Mittelgebirge

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