03.07.2017, 20:31 Uhr

Olympische Spiele 2026 in Axams/Mutters?

Bgm. Christian Abenthung ist überzeugt: "Unsere Region kann sich hier bestens einbringen – den Beweis werden wir antreten!"

Planungsverband westliches Mittelgebirge fordert dringend die Einbeziehung in Gespräche über Austragungsorte!

Der Planungsverband Westliches Mittelgebirge mit den Bürgermeistern von Natters, Mutters, Götzens, Birgitz, Axams und Grinzens fordert dringend die Einbeziehung in Gespräche. bekräftigt Bgm. Christian Abenthung, Vorsitzender des Planungsverbandes. „Wir stehen zu 100 % zur Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026. Wir sind davon überzeugt, dass wir uns als Region hierzu bestens einbringen können und als Austragungsort geeignet sind. Diesen Beweis werden wir antreten.“
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie „Olympische Winterspiele Innsbruck / Tirol 2026“ wurden 50 potentielle Standorte einer Vorauswahl unterzogen. Kriterien dafür waren die sportfachliche Eignung, die Möglichkeit Disziplinen zu bündeln, die Erreichbarkeit und Anbindung sowie die Entfernung zur Hostcity Innsbruck.

Maßgeschneidert

"Diese Kriterien sind eigentlich maßgeschneidert für das Skigebiet Axamer Lizum/Muttereralm", findet Bürgermeister und Planungsverbandsvorsitzender Christian Abenthung „Außerdem wird wohl auch jeder Experte bestätigen können, dass dieses Skigebiet mit zweifacher Olympiatradition und -erfahrung hinsichtlich der Eignung für Wettbewerbe bestens geeignet ist.“

Ärgerlicher Alternativvorschlag

Das Skigebiet Kühtai wird für sechs Sportarten als Austragungsort empfohlen, was laut Abenthung auch unbestritten ist. "Warum allerdings als Alternativvorschlag Kreischberg und Tschagguns und nicht die Axamer Lizum/Muttereralm vorgeschlagen wird, ist unerklärlich“, ärgert sich der Axamer Bürgermeister. Für Abenthung ist hier die Landespolitik gefordert: „Es kann nicht sein, dass unsere Region mit unseren attraktiven Skigebieten im Nahbereich von Innsbruck aus allen Überlegungen zu Olympia 2026 ausgeschlossen wird. Und das ohne mit den Skigebietsbetreibern und uns überhaupt zu reden.“

Wortmeldung von Abenthung

Bei einer Präsentation im MCI am Montag hat sich Abenthung auch zu Wort gemeldet. Der Grund für die Wettkampfplätzeauswahl wurde damit begründet, dass man aus finanziellen Gründen die zusammenpassenden Sportarten „clustert“ um nicht doppelt oder dreifach die Ausgaben für die Tribünen, Berichterstattungseinrichtungen etc. aufbringen muss. Es gibt neben den Wettkampfstätten im Vorschlag der Machbarkeitsstudie auch sogenannte Trainingszentren. Hierfür wurde heute die Axamer Lizum als möglicher Ort genannt. Christian Abenthung: "Meine Kritik, dass als Alternativvorschlag Kreischberg und Tschagguns angeführt werden wurde teilweise überrascht, weil nicht bekannt, zur Kenntnis genommen. Dazu wird es sicherlich noch Änderungen geben, wobei ich dann die Axamer Lizum weiterhin als geeigneten Ort sehe."

Zusammenschluss notwendig

Für alle sechs Bürgermeister steht fest, dass die beiden Skigebiete als durchaus geeignete Wettkampfstätte gesehen werden. Dies unter der Voraussetzung, dass wir in unseren Bemühungen um einen Zusammenschluss Muttereralm und Axamer Lizum und der Modernisierung der Anlagen in der Lizum erfolgreich sind.
Die Olympischen Winterspiele 2026 werden als große Chance für Tirol gesehen, wobei man das Ganze nicht aus den Augen verlieren darf, so Abenthung: "Kirchturmdenken darf hier keine Rolle spielen und das ist auch nicht in unserem Sinne. Wir verlangen nur eine objektive und sachliche Prüfung der Möglichkeiten unserer Skigebiete, die – sofern wir den Zusammenschluss und die Modernisierung schaffen – durchaus attraktiv für Olympia 2026 sein können."

Unseriöse Aufrufe

Jetzt gelte es aber zu allererst, die Bevölkerung über alle Vor- wie auch Nachteile von Olympischen Winterspielen 2026 in Tirol zu informieren und von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen. Abenthung: "Ich hoffe, dass sich hier alle Parteien über die Bedeutung dieser Frage für die Bevölkerung im Klaren sind und nicht für die kommende Landtagswahl politischen Kleingeld wechseln wollen. Aufforderungen von Kleinparteien wie 'Leitl`n wachts auf' sind entbehrlich und unseriös."

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie finden Sie auf http://www.olympia2026.at/studienergebnisse/%20,
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