Freiluftkino
Kaleidoskop unter den Sternen

Sie stecken hinter dem Kaleidoskop-Festival: Marie-Christine Hartig, Lisa Mai, Doris Posch und Djamila Grandits (v. li.).
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  • Sie stecken hinter dem Kaleidoskop-Festival: Marie-Christine Hartig, Lisa Mai, Doris Posch und Djamila Grandits (v. li.).
  • Foto: Aydogan
  • hochgeladen von Sophie Brandl

Kino unter Sternen ist tot, es lebe das Kaleidoskop. An 22 Abenden werden 31 Filme gezeigt.

WIEDEN. Weil das Geld fehlte, musste das "Kino unter Sternen" den sommerlichen Freiluftkinobetrieb am Karlsplatz einstellen. Ab dem 28. Juni erwacht die Tradition zu neuem Leben. Bei freiem Eintritt und freier Platzwahl darf in cineastische Welten eingetaucht werden.

Verantwortlich dafür zeichnet das "CineCollective". Dahinter verbergen sich vier Frauen, die ein umfangreiches und vielfältiges Programm auf die Beine gestellt haben. Die im Rahmen des Kaleidoskop-Filmfestivals gezeigten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme kommen aus rund 20 Produktionsländern. Alle Filme werden in der Originalversion mit englischen Untertiteln gezeigt.
Außer an Freitagen. Dann ist "barriereFREItag". Die Filme werden mit deutschen Untertiteln für gehörlose und schwerhörige Menschen gezeigt. Die Intros zu den Filmen werden in Gebärdensprache übersetzt. So soll möglichst vielen Menschen die Teilnahme am Kinoerlebnis ermöglicht werden. Nicht umsonst ist Lisa Mai im Organisationsteam des Kaleidoskop. Sie ist Mitbegründerin von "dotdotdot", dem ersten barrierefreien Filmfestival Österreichs. "Wir wollen das ganze Kinoerlebnis bieten", sagt sie.

"Es gibt 250 Sitzplätze, viel Raum zum Picknicken und ein großes Gastronomieangebot mit japanischem Schwerpunkt." Auch das Wien Museum spielt eine Rolle. Dieses steht bekanntlich derzeit leer und wartet auf den Umbau. Weil es bis dahin noch etwas dauert, wurden die Museumsräume flugs vom "Kaleidoskop" übernommen. "Takeover" heißt das Konzept, welches popkulturelle Straßenpraxis mit Freiluftkino verknüpfen will. Während des Festivals wird aus dem Museum von donnerstags bis sonntags ein Skatepark und eine Graffitifläche. Auf der Leinwand spiegelt sich das durch den Film "Exit Through The Gift Shop" wider, welcher versucht, dem legendären Künstler Banksy nachzuspüren. Der Film "Skate Kitchen" hingegen erzählt eine feministische Skaterinnengeschichte aus New York.

Cineastische Bruchlinien

Das Kaleidoskop-Festival will Bruchlinien, Lebensentwürfen und -themen nachspüren. So geht es in dem Dokumentarfilm "Der Stoff, aus dem die Träume sind" um das Miethäusersyndikat und den Versuch, selbstverwaltete Wohnprojekte in Österreich aufzubauen. In "Taste of Hope" geht es wiederum um eine von Arbeitern übernommene Teefabrik in Frankreich.

Sie stecken hinter dem Kaleidoskop-Festival: Marie-Christine Hartig, Lisa Mai, Doris Posch und Djamila Grandits (v. li.).
Auch heuer lockt wieder das Freiluftkino.

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