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Löblich Technologies in 1100 Wien
„Den Namen Löblich kennt man“

Foto: Löblich Technologies
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Das Favoritner Unternehmen "Löblich" wurde im Jahr 1738 gegründet. Es gilt als einer der ältesten Familienbetriebe Österreichs und war ursprünglich eine Kupferschmiede und k.u.k-Hoflieferant. Über die Jahre hinweg entwickelte sich das Traditionsunternehmen ständig weiter bis es zu dem wurde, was es heute ist. Wir haben uns mit Steven Blaha, neuer Geschäftsführer des Traditionsbetriebes Löblich über die Geschichte und Zukunft unterhalten. 

Man produzierte Edelmetall-Großküchen und Geschirr. Schließlich stieg man in die Heiztechnik ein und wurde ein führender Betrieb in der Produktion von Heizkesseln. Heute kann man im Bereich jahrzehntelange Erfahrung vorweisen. Des Weiteren agiert man als Immobilienunternehmen und vermietet Hallen im Gewerbepark am Gewerbering in Favoriten.

Jüngst verzeichnete das Unternehmen einen Meilenstein: Steven Blaha übernahm 2025 als erster Externer die Rolle des Geschäftsführers und arbeitet seitdem eng mit der Familie Löblich zusammen. Was bedeutet die Rolle für den neuen Geschäftsführer? Wie will er Löblich wandeln? MeinBezirk hat Steven Blaha interviewt.

Sie selbst sind nicht Teil der Familie Löblich, was ist Ihre Geschichte?

STEVEN BLAHA: Ich komme selbst aus einem Familienunternehmen aus Niederösterreich und war dort in dritter Generation tätig. Deshalb weiß ich, wie Familienunternehmen funktionieren – und vor allem, welche Verantwortung man dabei trägt. Für mich bedeutet die Rolle bei Löblich nicht nur Geschäftsführung, sondern echtes unternehmerisches Handeln. Ich arbeite eng mit den Gesellschaftern zusammen und treffe Entscheidungen mit derselben Sorgfalt, als wäre es mein eigenes Unternehmen. Löblich passt mit seiner Geschichte, seinen Werten und seinem Potenzial perfekt zu mir – daher konnten wir uns auch sehr schnell auf eine gemeinsame Zukunft verständigen.“

Was ist Ihr Ziel in neuer Funktion?

STEVEN BLAHA: Mein Ziel ist es, Löblich wieder stärker sichtbar und zukunftsfit zu machen. Ich bin jünger als meine Vorgänger und bringe frischen Wind mit – gleichzeitig habe ich großen Respekt vor der langen Geschichte und der bewährten Heiztechnik des Unternehmens. Für mich geht es darum, Tradition nicht nur zu bewahren, sondern wirtschaftlich neu zu aktivieren: mit neuen Märkten, moderner Kommunikation, klarer Kundenorientierung und Technologien, die heute und morgen gefragt sind.

Wieso braucht Löblich frischen Wind?

STEVEN BLAHA: In über 200 Jahren hat Löblich viele Krisen überstanden. Heute stehen wir wieder vor großen Veränderungen: Energiepreise, neue Heizsysteme, strengere Anforderungen und ein verändertes Kundenverhalten. Genau hier braucht es frischen Wind. Wir verfügen über jahrzehntelange Erfahrung, starke technische Kompetenz und einen bekannten Namen. Diese Stärken wollen wir nutzen, um Löblich neu auszurichten und wieder stärker am Markt zu positionieren.

Wie wollen Sie das schaffen?

STEVEN BLAHA: Es beginnt bei einfachen Dingen. Wir haben nun eine neue Homepage eingerichtet und zeigen mehr Präsenz auf Social Media. Die Firma Löblich gibt es seit vielen Jahrhunderten und das ist ein großer Vorteil. Wir sind ein Traditionsbetrieb, der Österreich maßgeblich mitgestaltet hat. Den Namen Löblich kennt man. Wir wollen nun die Traditionsmarke stärken, indem wir den Vertrieb modernisieren, die Technik weiterentwickeln und Löblich wirtschaftlich neu positionieren.

Was bietet Löblich heute?

STEVEN BLAHA: Wir sind heute ein Werkskundendienst. Die Geräte kennen wir wie kaum ein anderer. Wenn niemand mehr weiter weiß, dann löst der Löblich-Techniker das Problem. Wir setzen auf Qualität. Als Familienunternehmen vertreten wir einmalige Werte. Viele Mitarbeiter haben hier die Lehre absolviert und sind bis zur Pensionierung bei uns geblieben. Diese Rolle wollen wir beibehalten.

Was ändert sich am Betrieb der Löblich?

STEVEN BLAHA: Derzeit arbeiten wir nur für Endkunden, warten also die Heizungen von rund 15.000 Personen. Nun steigen wir wieder stärker im Business-to-Business (B2B) ein. Wir generieren neue Produkte am Markt und wollen so wieder Installateure als Kunden dazugewinnen. Mit modernen Maschinen und wertvollem Know-How werden wir Löblich wieder aufleben lassen. Weiters wollen wir uns in Zukunft mit Klimatechnik beschäftigen. Löblich richtet sich auf das Morgen, mit grüner Technologie und Wärmepumpen im Blick. Gleichzeitig halten wir die aktuelle Forschung im Auge, um stets an den neuesten Technologien dran zu sein.

Was macht Löblich in der Immobilienbranche?

STEVEN BLAHA: Die Familie Löblich hat vor Jahrzehnten das Grundstück am Gewerbering 1 gekauft und hier einen Gewerbepark errichtet, der heute zu den größten im Gebiet gehört – ganze 12.000 Quadratmeter groß und Heimat verschiedener Betriebe.

Wovon profitieren Unternehmen im Gewerbepark?

STEVEN BLAHA: Wir haben einen Premium-Standort. Der Gewerbering befindet sich in direkter Nähe zum Verteilerkreis. Unser Gewerbepark besteht aus fünf Hallen. Drei Hallen sind vermietet, die vierte Halle nutzen wir selbst. Ganz neu: Wir haben jetzt die fünfte Halle errichtet, die modernsten Standards entspricht. Sie ist barrierefrei und mit dem aktuellen Stand der Technik ausgerüstet. Die Energie wird umweltfreundlich mit Wärmepumpen gewonnen, auf dem Dach ist eine Photovoltaik-Anlage angebracht. Das gesamte Lager ist beheizt, es stehen E-Ladesäulen und ein Eingang für Lkw zur Verfügung. Derzeit suchen wir nach einem Betrieb, der unseren Werten entspricht und die Räumlichkeiten langfristig mieten möchte. Die Halle eignet sich perfekt als Lager oder als Logistikbüro.

Kontakt:
Löblich Technologies
Favoritner Gewerbering 1
1100 Wien
Tel.: 01/6041624
Mail: office@loeblich.at
Homepage: www.loeblich.at

Foto: Löblich Technologies
Foto: Löblich Technologies
Foto: Löblich Technologies

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