Hilferegister
Übersicht im Initiativen-Dschungel

Marie Gleixner (r.) und Anne-Sophie Wislocki bieten mit dem Hilferegister eine Anlaufstelle für gesellschaftliches Engagement.
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  • Foto: privat
  • hochgeladen von Andrea Peetz

Egal, ob man Unterstützung braucht oder selbst anpacken will: Das "Hilferegister" bietet eine Online-Übersicht über gemeinnützige Initiativen von und für Wiener. 

WIEN. Sie brauchen Hilfe – nur woher? Sie wollen helfen – nur wie? In Zeiten der Corona-Krise schießen Initiativen, um andere zu unterstützen, (Gott sei Dank) nur so aus dem Boden. Die Übersicht zu bewahren, ist hier nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Hier setzen Marie Gleixner und Anne-Sophie Wislocki, zwei junge Mütter aus Mariahilf und dem Alsergrund, an: Unter dem Motto „Gemeinsam stark“ haben sie es sich zum Ziel gesetzt, dem Dschungel aus Initiativen, die in der Corona-Krise entstanden, Paroli zu bieten. Wie? Mit dem so genannten "Hilferegister".

Ursprünglich aus Deutschland, brachten Gleixner und Wislocki die Online-Plattform auf Anregung einer Freundin nach Österreich bzw. Wien. "Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist zwar groß, das Angebot an Initiativen für die einzelnen aber überwältigend", so Gleixner. "Als Anlaufstelle für gesellschaftliches Engagement bietet das Hilferegister Unterstützung für Helfende und Hilfesuchende."

Überlegt, mitzumachen, hat die Mama einer acht Monate alten Tochter nicht lange: "Ich wollte in meiner Karenz etwas Sinnvolles machen und am Abend mehr geschafft haben als Wäsche zu waschen und zu putzen. Josephine schläft zum Glück sehr viel, also bleibt genug Zeit, um anderen zu helfen."

Von Lernhilfe bis Besorgungsdienst

Eingeschlagen hat das "Hilferegister" daraufhin wie eine Bombe: Innerhalb einer Woche haben sich in ganz Österreich mehr als 300 Initiativen auf der Plattform angemeldet. "In Wien haben wir derzeit 43 Hilfsangebote gelistet, quer durch alle Bezirke", so Gleixner. "Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie viele vor allem jüngere Leute sich engagieren."

Gesucht werden kann auf www.hilferegister.org mittels einfacher Filter: Je nach Wohnbezirk und Bedarf – etwa für Risikogruppen, Gastronomen, Eltern oder Kulturschaffende – werden die Angebote aufgelistet. Dabei ist alles von kostenloser Lernhilfe über Betreuungshotlines für Risikogruppen bis zum klassischen Besorgungsdienst für Lebensmittel oder Medikamente. Letzteres ist übrigens nach wie vor am beliebtesten bei den Plattform-Nutzern: "Aber auch moralische Unterstützung wie etwa Postkarten an Ältere zu verschicken oder Angebote für Blut oder Plasma spenden werden besonders häufig abgefragt."

Wer selbst anpacken will, kann dies ebenfalls per einfachem Einreich-Formular: "Wichtig ist uns, dass man sich nicht nur ' vor der Tür', sondern auch 'dahoam' engagieren kann", so Gleixner. "Wir wollen alle, die aus Vorsichtsgründen lieber noch zu Hause bleiben wollen, nicht ausschließen. Das Nähen von Schutzmasken etwa ist ein wertvoller Beitrag, den man von daheim aus leisten kann. Oder man bestellt seine Lebensmittel von lokalen Produzenten – da ist vieles möglich."

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