240 Konzerte in ganz Wien
Donauinselfest 2020 wird zum längsten Freiluft-Event Europas

Das Donauinselfest wird heuer vom größten zum längsten Freiluftevent Europas.
  • Das Donauinselfest wird heuer vom größten zum längsten Freiluftevent Europas.
  • Foto: Andreas Jakwerth
  • hochgeladen von Conny Sellner

Das Donauinselfest in seiner gewohnten Form findet heuer nicht statt. Stattdessen bietet eine fahrende Bühne 80 Tage lang Kunst- und Kulturevents in ganz Wien. 

WIEN. 1984 fand das Donauinselfest zum ersten Mal statt. Seitdem lockte das Megaevent am letzten Juni-Wochenende jährlich bis zu drei Millionen Besucher auf die Insel. Aufgrund der Corona-Krise wurde der Termin heuer vorerst auf September verschoben, doch jetzt steht fest: In diesem Jahr findet das gratis Open-Air-Spektakel nicht in seiner bisherigen Form statt.

Doch von einer Absage will man bei den Veranstaltern nicht sprechen. Stattdessen wurde aufgrund der Corona-Krise ein neues Programm und Alternativkonzept ausgearbeitet, das Kultur- und Musikgenuss trotz Sicherheitsvorkehrungen möglich machen soll. Bei einem Presstermin im Wiener Gasometer wurden Details dazu verkündet.


Sicherheit und Gesundheit im Fokus

Der wichtigste Punkt für alle Aktivitäten im Rahmen des Donauinselfestes sei die Sicherheit und Gesundheit aller Besucher und Künstler, so Barbara Novak, Landesparteisekretärin der SPÖ Wien. Die Richtlinien dazu wurden in enger Zusammenarbeit mit Experten und einem speziellen Sicherheitsteam ausgearbeitet. 

Aus diesem Grund wurde ein eigener Covid19-Beirat einberufen, der das gesamte Festival in Abstimmung mit den Behörden begleiten wird. Der Vorsitzende des Beirates ist der Experte und Mediziner Dr. Siegfried Merin. "Wir werden ein sehr breites Team aus Virologen und Arbeitsmedizinern haben, das mich die nächsten Wochen begleiten und die Maßnahmen laufend revidieren und anpassen wird", so Merin. 

240 Konzerte an 80 Tagen

Man möchte auf diese Weise vielen Künstlern heuer die Möglichkeit geben, ihren Auftritt stattfinden zu lassen, so Novak, die auch die fairen Gagen für die Akteure betonte. Auch die Gastronomie solle durch das Donauinselfest in seiner neuen Form unterstützt werden. "Das Donauinselfest zeichnet sich durch kostenlosen und niederschwelligen Zugang aus, der auch im Alternativkonzept eine wesentliche Rolle spielen wird", so Novak. 

"Wir kommen zu den Besuchern mit dem Donauinselfest nach Hause oder an ihren Arbeitsplatz. Aus dem größten Freiluftfestival wird so das längste Freiluftfestival Europas", so Novak. 80 Tage lang bietet ein Doppeldeckerbus mit Bühne am Dach 240 Pop-up-Konzerte sowohl indoor als auch outdoor in ganz Wien.

Nur heimische Künstler

Auf der fahrenden Bühne werden ausschließlich österreichische Künstler auftreten. Die Tour startet am Mittwoch, 1. Juli, und endet am Sonntag, 20. September, auf der Donauinsel, wo drei große Abschlusskonzerte stattfinden. "Das Donauinselfest tourt durch ganz Wien und sagt damit ein herzliches Dankeschön für das Durchhalten in der schweren Zeit der vergangenen Monate", so Novak.

Thomas Waldner, Geschäftsführer Pro Event Team für Wien, stellte die Details der Abschlusskonzerte vor: Von Rock über Schlager bis zu Kabaretts sei hier alles dabei. Bei den Abschlusskonzerten seien derzeit 1.000 bis 1.200 Besucher möglich – je nach Entwicklung der Corona-Krise könnten es auch mehr werden. 

Bus tourt durch Wien

"Es werden bei der Tour Plätze, Straßen und Betriebe bespielt als Dankeschön für alle, die uns durch die Krise gebracht haben", so Waldner. Auch für Kinder sei ein eigenes Programm mit der "Tourbike20" geplant, das unter anderem mit den Kinderfreunden umgesetzt wird.

13 wöchentliche TV-Shows mit Einblicken und Interviews geben einen Überblick über das Donauinselfest 2020 und die Events der vergangenen Jahre.  

Signal für heimische Kulturszene

Kurt Wimmer, Präsident des Vereins Wiener Kulturservice, betonte die gravierenden Auswirkungen für Künstler aufgrund der Corona-Krise. "Doch Wien ist anders und es wurde an Konzepten gearbeitet, um die Kulturszene am Leben zu erhalten und über die kritische Phase zu bringen. Gemeinsam ist hier das Thema", so Wimmer. 

Das Konzept sei eine Grundlage, um über die Krise hinwegzukommen. Dass ausschließlich heimische Acts auftreten dürfen, sei ein wichtiges Signal. "Damit kann man das kreative Potenzial der Stadt sichtbar machen", so Wimmer.

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